Äußerst sinnvoll: Klinikum Karlsburg und Unimedizin Greifswald wollen fusionieren
Zur angestrebten Fusion des Klinikums Karlsburg und der Universitätsmedizin Greifswald, die heute gemeinsame neue Wege in der Patientenversorgung vorgestellt haben, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:
„Mit der Krankenhausreform sind Veränderungen in der Gesundheitsversorgung unerlässlich, um möglichst alle Standorte im Land zu erhalten. Mit der organisatorischen und fachlichen Fusion der beiden Standorte zu einem Campus Greifswald und einem Campus Karlsburg wird dem entsprochen.
Der heute vorgestellte gemeinsame Weg bietet die Chance, ein nachhaltiges Modell im Land und darüber hinaus zu etablieren. Die Fusion ist ein Gewinn für das Land, sie sichert und stärkt den Wissenschaftsstandort, die damit verbundenen Arbeitsplätze und verbessert die gesundheitliche Versorgung. Sie kann als Blaupause für weitere Fusionen bzw. Kooperationen dienen. Abgesehen davon ist die geplante Fusion bei gleichzeitigem Erhalt der Standorte ein Akt der Vernunft in einer Region mit einer Krankenhausdichte, die es sonst nirgends außerhalb von Ballungszentren gibt.
Die Linksfraktion begrüßt die angestrebte Fusion im Interesse einer langfristigen Sicherung der Versorgung von Patientinnen und Patienten. Die Stärken der Region liegen in der Greifswalder Unimedizin als Standort der Forschung und Lehre sowie dem überregional bekannten Herz- und Diabeteszentrum Karlsburg, das künftig auch als Wissenschaftsstandort ausgebaut werden soll. Auch unser Bundesland hat in der Gesundheitsversorgung mit ländlich geprägten Strukturen, Standortschwankungen und Fachkräftemangel zu kämpfen. Ziel des Zusammenschlusses der zwei starken Partner ist eine bedarfsgerechte flächendeckende Versorgung.
Grundlagen der gemeinsamen neuen Wege sind eine Bündelung von Fachwissen, Ressourcen und Infrastruktur für einen erleichterten Zugang zu hochqualifizierter Diagnostik und Behandlung. Insgesamt sichert die Fusion Standorte, sie verbessert die gesundheitliche Versorgung der Menschen vor Ort und steigert die Attraktivität des Landes für medizinisches Fachpersonal, Investoren und Forschungsprojekte. Insgesamt erwartet das Land positive Impulse für Wissenschaft, Lehre sowie die regionale Wirtschaft gleichermaßen.“
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