Feminist Courage Award

Unsere Preisträgerinnen stehen fest!

Wir haben die Feminist Courage Awards 2026 verliehen. Sie sind eine Auszeichnung für Frauen, die mit Mut, Kreativität und Beharrlichkeit patriarchale Strukturen herausfordern und sich für Gleichberechtigung, Bildung und gesellschaftlichen Wandel einsetzen. In diesem Jahr gehen die Preise an zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten und ein Projekt, deren Engagement in den Bereichen Frauenrechte, Klimagerechtigkeit und jugendliches, intersektionales Empowerment beispielhaft ist.

 

1. Platz: Homaira Adeel – Bildung als Widerstand

Homaira Adeel, afghanische Aktivistin und Gründerin von Habiba-Bibliotheken im Hindukusch, erhält den ersten Preis für ihr jahrelanges Engagement für Frauenrechte und Bildung. Nach ihrer Flucht aus Afghanistan 2012 setzt sie sich von Deutschland aus weiterhin für den Zugang zu Bildung für Frauen in ihrer Heimat ein. Mit der Gründung des Vereins Asna e.V. unterstützt sie afghanische Frauen in Deutschland auf ihrem Weg zur Emanzipation und Integration.

Homaira Adeels Arbeit zeigt: Bildung ist der Schlüssel zu Selbstbestimmung – auch unter widrigsten Umständen. Ihr Einsatz gibt unzähligen Frauen Hoffnung.

 

2. Platz: Chiara Malz – Brückenbauerin zwischen Polizei und Aktivismus

Chiara Malz, Polizeihauptkommissarin, Klimagerechtigkeitsaktivistin und Autorin, wird für ihren mutigen Einsatz für Dialog, eine neue Polizeiarbeit und Klimaschutz ausgezeichnet. Als Mitgründerin von BetterPolice e.V. setzt sie sich für eine gerechte, deeskalierende und feministische Polizeikultur ein. Trotz Disziplinarverfahren und gesundheitlicher Herausforderungen initiierte sie Dialogveranstaltungen zwischen Polizist:innen und Aktivist:innen und veröffentlichte 2024 das Buch „Gegen das Klima der Gewalt“.

Chiara Malz beweist, dass Rechtsstaat und ziviler Widerstand keine Gegensätze sein müssen – und dass feministische Werte auch in männlich dominierten Institutionen gelebt werden können.

 

3. Platz: „Girls United“ Sommerferiencamp Empowerment für Mädchen mit Mehrfachdiskriminierungserfahrungen.

Das Girls United Sommerferiencamp, organisiert von Jugend spricht und dem Alternativen Mädchentreff Schwerin, erhält den dritten Preis für sein innovatives und inklusives Konzept. Das Projekt richtet sich an Mädchen und junge Frauen, die von Mehrfachdiskriminierung betroffen sind und oft keinen selbstverständlichen Zugang zu Erholungs- oder Bildungsangeboten haben. Durch kreative, sportliche und erlebnispädagogische Angebote werden die Teilnehmerinnen gestärkt und ermutigt, ihr volles Potenzial zu entfalten.

Das Girls United Camp setzt ein klares Zeichen gegen patriarchale und rassistische Strukturen und schafft Räume, in denen Mädchen sich sicher und selbstbewusst entwickeln können.