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Zunehmend auch Unternehmerinnen und Unternehmer für Mindestlohn!

PressemeldungenHenning Foerster

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster, begrüßt ausdrücklich, dass auch immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer erkennen, wie wichtig ein Mindestlohn ist. „Es ist höchste Zeit, dass mehr Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber begreifen, dass in Vollzeit beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von ihrer Arbeit leben können müssen“, erklärte Foerster am Montag.

Jetzt müsse es endlich ernsthaft darum gehen, prekäre Beschäftigung zurückzudrängen und den Niedriglohnsektor einzudämmen. „30 000 Menschen mussten 2010 ihren Lohn durch staatliche Leistungen aufstocken lassen, das ist inakzeptabel“, so Foerster. Die durchschnittlichen Löhne in MV seien die geringsten bundesweit und gleichzeitig drohe vielerorts Fachkräftemangel. „Hier muss endlich ein Mindestlohn entgegenwirken.“

Die Wirtschaftsstruktur des Landes zeichne sich durch das Fehlen klassischer Großindustrie und einen ausgeprägten Dienstleistungssektor aus. „Viel zu wenige Beschäftigte fallen unter den Geltungsbereich von Tarifverträgen, daher ist der  Gesetzgeber gefordert, für Existenz sichernde Löhne zu sorgen“, sagte Foerster. Es mache Mut, wenn sich heute beispielsweise auch Hoteliers hinter die Forderung nach einem Mindestlohn stellen. „Wir dürfen gespannt sein, was in den Verhandlungen der künftigen Koalitionäre von SPD und CDU herauskommt“, so Foerster. „Während die SPD 8,50 Euro fordert, tut sich die CDU selbst mit der Forderung ihres Sozialflügels nach 6,89 Euro Ost und 7,79 Euro West schwer.“ Die Linksfraktion bleibe bei ihrer Forderung, dass ein Mindestlohn so hoch sein müsse, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von heute nicht die Armutsrentner von morgen sind. „Für uns heißt das mindestens 10 Euro pro Stunde.“

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