Zinssätze für Dispokredite endlich begrenzen!
Nach Auffassung der finanzpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler, muss die Landesregierung endlich handeln und sich für eine gesetzliche Begrenzung der Dispozinssätze einsetzen.
„Die aktuelle Studie von Stiftung Warentest bestätigt einmal mehr, dass die Kreditinstitute sich so billig wie noch nie Geld leihen, die Kunden aber davon nicht profitieren“, erklärte Frau Rösler am Mittwoch in Schwerin. Die Banken verlangten anhaltend hohe Zinssätze von durchschnittlich 11,31 Prozent für Dispositions- und Überziehungskredite, obwohl sie sich von der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld für 0,5 Prozent Zinsen leihen. „Dieser eklatante Unterschied zu Lasten der Kunden darf nicht länger hingenommen werden“, betonte Frau Rösler. „Wer wie die Landesregierung darauf hofft, dass die Banken das Problem schon untereinander lösen werden, wartet wohl bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.“
Im Januar dieses Jahres lehnten SPD und CDU im Landtag einen Antrag der Linksfraktion mit dem Ziel, die Zinssätze für Dispositions- und Überziehungskredite gesetzlich begrenzen, ab. „Ich habe mich heute in einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung gewandt, um u.a. zu erfahren, ob die Landesregierung auch heute noch eine Begrenzung ablehnt oder ein Umdenken eingesetzt hat und sie sich auf Bundesebene für einen gesetzlichen Deckel einsetzt“, so Frau Rösler.
