Wurde die Opposition wissentlich hinters Licht geführt?
„Sollte sich die Meldung in der heutigen Ostseezeitung bestätigen, wonach die Landesregierung bereits im September 2009 über die dramatische finanzielle Lage auf den P+S-Werften informiert war, dann hat sie die Opposition offenbar wissentlich hinters Licht geführt“, erklärte die Obfrau der Linksfraktion im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) zur Insolvenz der P+S- Werften, Jeannine Rösler, am Donnerstag.
„Damit würde sich ein von meiner Fraktion lang gehegter Verdacht bestätigen, dass die Landesregierung entgegen ihrer Behauptung eben nicht mit offenen Karten gespielt hat“, sagte Frau Rösler. Über die fehlende finanzielle Deckung von Aufträgen sei die Opposition jedenfalls in den Ausschüssen nicht informiert worden. „Uns wurde lediglich versichert, dass die Auftragsbücher der Werft gut gefüllt und die Werften insgesamt gut aufgestellt seien, um durch die Krise zu kommen“, so Frau Rösler. „Die Behauptung der Landesregierung, der PUA sei überflüssig, wird einmal mehr widerlegt.“
