Wenn Kino zum Klassenzimmer wird: SchulKinoWoche 2025
Zur SchulKinoWoche in MV erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Elke-Annette Schmidt:
„Die SchulKinoWoche Mecklenburg-Vorpommern fand in der Woche vom 10. bis 14. November 2025 statt. Zehntausende Schüler:innen tauschten dabei ihre Klassenzimmer gegen die Kinoräume im Land.
Filmbildung ist Demokratieschutz. Der Blick auf die Leinwand ermöglicht es, gesellschaftliche Konflikte, historische Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen anschaulich zu erleben – und so Medienkompetenz, demokratisches Bewusstsein und kritisches Denken zu fördern. Die SchulKinoWoche zeigte eindrücklich, wie politische Bildung im Licht des Projektors stattfinden kann – gemeinsam, diskussionsreich und mit direktem Bezug zur Lebenswelt.
In diesem Jahr setzten die Sonderprogramme besondere Impulse. Unter dem Schwerpunkt ,Demokratische Grundrechte schützen‘ wurden Filme gezeigt, die Presse- und Meinungsfreiheit, Medienethik und demokratische Verfahren thematisierten. Mit der Reihe ,ÜberLeben in Diktaturen‘ wurden die Erfahrungen von NS-Unrecht und DDR-Repression sichtbar gemacht – an historischen Orten und im Dialog mit Expert:innen. Die Themenwelt ,17 Ziele – Kino für eine bessere Welt‘ und das ,Wissenschaftsjahr 2025 – Zukunftsenergie‘ vermittelten globale und technische Fragestellungen ebenso wie lokal verankerte Geschichten: So wurden erstmals mehrere Filme, die in Mecklenburg-Vorpommern gedreht wurden, gezielt in das Programm aufgenommen und damit Heimatbezug und Filmbildung verbunden.
Die SchulKinoWoche wird vom Land Mecklenburg-Vorpommern mit 23.000 Euro finanziell unterstützt. Träger des Projekts ist VISION KINO – das bundesweite Netzwerk für Film- und Medienkompetenz, das seit vielen Jahren die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kinos stärkt und Filmbildung als festen Bestandteil moderner Bildungsarbeit etabliert. Die Verbindung aus Landesförderung und bundesweiter Koordination bildet die Grundlage dafür, dass Filmbildung im ganzen Land verlässlich und qualitätsvoll angeboten werden kann.
Unser besonderer Dank gilt den Organisator:innen und Partner:innen der SchulKinoWoche. Allen voran die FILMLAND MV gGmbH, die das Programm im Land mit großem Engagement umgesetzt hat. Ebenso danken wir der Bundeszentrale für politische Bildung und der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, deren fachliche Beiträge und Förderungen zentrale Säulen des Projekts sind. Das Ministerium für Bildung und Kindertagesstätten M-V hat durch seine Unterstützung und die Anerkennung des Kinobesuchs als Unterrichtszeit ebenfalls zum Erfolg beigetragen. Kinos, Gedenk- und Dokumentationsstätten in Rostock, Schwerin und Anklam sowie die vielen Filmschaffenden, Expert:innen und Medienpädagog:innen haben in enger Zusammenarbeit Filmgespräche und Projekttageermöglicht. Für 2025 wurde eine Teilnehmendenzahl von rund 32.000 gemeldet. Dies unterstreicht die Relevanz und den Bedarf, kulturelle Bildungsangebote dieser Art kontinuierlich zu stärken.
Wir stehen an der Seite aller, die kulturelle und politische Bildung ermöglichen – und wir wollen, dass jedes Kind im Land die Chance bekommt, teilzuhaben. Die SchulKinoWoche MV 2025 hat gezeigt: Kino kann mehr sein als Unterhaltung. Es ist Begegnung, Reflexion und Bildung – und damit ein wichtiger Teil einer lebendigen, demokratischen Gesellschaft.“
