Verkauf der Provinzial ist strikt abzulehnen – Land muss sich positionieren
Nach Ansicht der finanzpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler, ist das Schweigen der Landesregierung in der Debatte um einen möglichen Verkauf der Provinzial als öffentlicher Versicherer an ein privates Unternehmen wie etwa die Allianz-Gruppe, völlig unverständlich.
„Ein Verkauf der profitablen Provinzial-Versicherung ist unsinnig“, erklärte Frau Rösler am Dienstag in Schwerin. Auch vor dem Hintergrund, dass in MV Arbeitsplätze verloren gehen, sei das Vorhaben strikt abzulehnen. „Darüber hinaus sind bei einer weiteren Konzentration des Angebots bei der Allianz-Gruppe höhere Preise und Gebühren, aber auch ein schlechterer Service zu befürchten“, so Frau Rösler. Nicht nur die Beschäftigten, auch die Kundinnen und Kunden hätten so das Nachsehen.
„Die Verbundenheit mit der Region, soziales Engagement und ein auf Solidität und Sicherheit beruhendes Geschäftsmodell sind unverzichtbar für Mecklenburg-Vorpommern“, so Rösler. „Deshalb muss die Politik auf allen Ebenen, auch die Landesregierung, sich klar zur Provinzial bekennen, sich gegen einen Verkauf aussprechen und dahingehend ihren Einfluss dringend geltend machen“, betonte Frau Rösler.
