Rahmenbedingungen für die P+S-Werften stimmten von Anfang an nicht
Zur heutigen Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) zur Insolvenz der P+S-Werften erklärt die Obfrau der Linksfrau im Ausschuss, Jeannine Rösler:
„Die heutige Anhörung hat einmal mehr gezeigt, dass die finanzielle Basis für die Sanierung der Werften viel zu schwach gewesen ist. Herr Holger Jandke, ehemaliger Partner der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC, hat ausgesagt, dass er noch immer der Meinung sei, dass die P+S-Werften durchaus in der Lage waren, technisch anspruchsvolle Schiffe zu bauen. Allerdings hätten die Rahmenbedingungen nicht gestimmt, die P+S-Werften seien aus seiner Sicht ‚falsch finanziert‘ gewesen. Aufgrund der äußerst knappen Finanzierung habe ein erhebliches Risiko bestanden, dass die Sanierung fehlschlägt.
Für eine erfolgreiche Sanierung habe ein finanzieller Puffer gefehlt, der es ermöglicht hätte, durchaus branchenübliche unverschuldete und unvorhergesehene Ereignisse, wie beispielsweise ausbleibende Anzahlungen von Schiffsbestellern, auszugleichen.“
