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Prekäre Beschäftigung führt zu Altersarmut und Abwanderung

PressemeldungenHenning Foerster

Nach Angaben des gewerkschaftspolitischen Sprechers der Linksfraktion, Henning Foerster, ist auch in Mecklenburg-Vorpommern die Zahl der Teilzeitbeschäftigten auf rund 100 000 gestiegen, Vollzeitbeschäftigung wurde entsprechend abgebaut. „Hinzu kommen mehr als 80 000 geringfügig Beschäftigte und ein hohe Zahl an Niedriglöhnern. Mit derartigen Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt sind Altersarmut und anhaltende Abwanderung programmiert, der Trend der zunehmend prekären Beschäftigungsverhältnisse muss gestoppt werden“, erklärte Foerster am Donnerstag.

 

Die starke Zunahme von Teilzeitjobs in Deutschland insgesamt sei eine alarmierende Entwicklung. „Wie eine Studie des Deutschen Institutes für Wirtschaftsförderung (DIW) ausweist, sind heute mit rund 10 Millionen Teilzeitzeitbeschäftigten 43 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren in solchen prekären Beschäftigungsverhältnissen“, sagte Foerster.  

 

Mit einem 26-prozentigen Anteil an allen Erwerbstätigen liegt Deutschland weit über dem europäischen Durchschnitt von 19 Prozent. „Dies rückt die Jubelmeldungen zum deutschen Jobwunder in ein ganz anderes Licht“, so Foerster. Die Zahl der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden sei gleich geblieben und lediglich auf mehr Schultern verteilt worden. „Der geringe Teil der Teilzeitbeschäftigten macht dies aus eigenem Antrieb. Entweder sie finden keinen Vollzeitjob oder sie sind etwa wegen der Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen dazu gezwungen, Teilzeitjobs anzunehmen“, sagte Foerster. Viele sähen sich darüber hinaus gezwungen, mindestens einen Nebenjob anzunehmen. „Diese Entwicklung muss gestoppt werden. Es muss endlich gelten: Gute Arbeit, gute Löhne, gute Rente.“

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