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Organspenden retten Leben – Spendesystem stärken, Widerspruchslösung verankern

Torsten KoplinPressemeldungenGesundheitspolitik

Zum heutigen Kabinettsbeschluss, wonach M-V einer Bundesratsinitiative beitreten wird, welche die Einführung der Widerspruchslösung im Transplantationsgesetz zum Ziel hat, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin

„Es ist gut, wenn sich unser Land engagiert, die Widerspruchslösung im Transplantationsgesetz zu verankern. Viele Menschen auf der Warteliste für ein neues Organ stehen zu wenigen Menschen gegenüber, die ihre Bereitschaft für eine Organspende etwa in einem entsprechenden Ausweis dokumentiert haben. Bundesweit und auch in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Rückgang der Zahl der Spenderinnen und Spender zu verzeichnen, immer weniger Menschen kann so mit einer lebensrettenden Transplantation geholfen werden.

Die Widerspruchslösung kann dazu beitragen, die Zahl der Spenderinnen und Spender zu erhöhen, damit das Organspendesystem zu stärken und mehr Menschenleben zu retten. Die automatische Einbeziehung aller Bürgerinnen und Bürger als potenzielle Organspender verkürzt die Wartezeiten für Transplantationen. Die klare Regelung, dass jeder und jede als Organspender gilt, wenn er oder sie nicht widerspricht, schafft Rechtssicherheit und Klarheit für alle Beteiligten. Damit werden auch die Angehörigen entlastet, die nicht über eine Organentnahme des Verstorbenen entscheiden müssen.

Insgesamt fördert die Widerspruchsregelung die Auseinandersetzung mit dem Thema.  Das kann helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen, und mehr Menschen zu einer Organspende ermutigen. Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen und im Falle des eigenen Ablebens eine bewusste Entscheidung zu treffen. Jeder und jede kann einmal auf eine Organspende angewiesen sein – sie kann Leben retten und Hoffnung schenken.“

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