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Landesregierung lief Ereignissen auf P+S-Werften offenbar hinterher

PressemeldungenJeannine Rösler

Zur heutigen Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) zur Insolvenz der P+S-Werften erklärt die Obfrau der Linksfraktion im Ausschuss, Jeannine Rösler: 

„Die heutige Sitzung verstärkt den Eindruck, dass die Landesregierung den Ereignissen auf den P+S-Werften hinterherlief. Die Anhörung von Michael Koch, Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums, machte deutlich, dass sich die Landesregierung offenbar blind auf die Stellungnahmen von PWC gestützt hat. Zum Beispiel erreichten die Schiffbausachverständigen-Gutachten, die auch kritische Hinweise zu den Produktionsabläufen und Bautenständen der Scandlines-Fähren enthielten, die Landesregierung nicht. Eigene Prüfungen in dieser Hinsicht hielt die Landesregierung für nicht erforderlich, hier verließ man sich voll und ganz auf PWC. 

Interessant ist auch die Aussage von Herrn Christopher Seagon, der als Beiratsmitglied für die Treuhandgesellschaft tätig war. Er sagte vor dem Ausschuss aus, dass das Aus für die Werften auch für ihn überraschend kam. Die Einschätzung von Herrn Rüdiger Fuchs, letzter Geschäftsführer der P+S-Werften, dass die EU-Rettungsbeihilfe zum Überleben der Werft nicht ausreichend gewesen seien, habe sich fundamental von der Einschätzung der vorherigen Geschäftsführung unterschieden. Diese Erkenntnis sei sehr überraschend gewesen und nach Herrn Seagons Auffassung fehlte für eine derartige 180-Grad-Wende eine gutachterliche Stellungnahme, die ein Ende des Rettungsversuches untermauert hätte.“

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