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Kinopreis MV 2025: Wo Filme Geschichten erzählen und Gemeinschaft stiften

Elke-Annette SchmidtPressemeldungen

Zur Verleihung des Kinopreises 2025 erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Elke-Annette Schmidt:

„Wenn in Mecklenburg-Vorpommern der Vorhang aufgeht und das Licht im Kinosaal erlischt, entsteht ein besonderer Moment gemeinsamer Aufmerksamkeit. Kino ist nicht nur Unterhaltung – es ist ein kultureller Resonanzraum, in dem Geschichten, Bilder und Erfahrungen geteilt werden.

Mit dem Kinopreis Mecklenburg-Vorpommern 2025 würdigt das Land die besondere Leistung seiner vielfältigen Kinolandschaft. In sechs Kategorien wurden 28 gewerbliche und nicht-gewerbliche Spielstätten ausgezeichnet, die sich ein Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro teilen. Die feierliche Verleihung fand am 17. Dezember im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald statt und wurde von Kulturministerin Bettina Martin vorgenommen.

Der Kinopreis steht für die Linksfraktion sinnbildlich für den Wert öffentlicher Kulturarbeit im Land. Er ist ein kulturpolitisches Signal für Vielfalt, Teilhabe und öffentliche Kulturorte – gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern. Kinos sind hier häufig zentrale Orte, an denen Kultur gemeinschaftlich erlebt wird: generationenübergreifend, niedrigschwellig und offen für alle.

Vor allem nicht-gewerbliche Kinos und jene, die maßgeblich von ehrenamtlicher Arbeit getragen werden, zeigen eindrucksvoll, wie viel Engagement und Idealismus notwendig sind, um Filmkultur lebendig zu halten. Projekte wie das ausgezeichnete „Dorfkino einfach machbar“ des Filmclubs Güstrow stehen beispielhaft für eine Kinokultur, die sich nicht an Renditen orientiert, sondern an der Frage, wie kulturelle Teilhabe für alle möglich bleibt.

Aus Sicht der Linksfraktion kommt den Kinos eine zentrale Rolle für die kulturelle und demokratische Bildung zu. Filme erzählen von historischen Brüchen, von sozialen Konflikten, von Utopien und vom Alltag ganz gewöhnlicher Menschen. In Filmgesprächen, Schulkinowochen und thematischen Reihen werden diese Geschichten eingeordnet, diskutiert und kritisch reflektiert. Kino wird so zu einem Lernort jenseits des Klassenzimmers, der emotionale Zugänge eröffnet und Perspektivwechsel ermöglicht – eine Fähigkeit, die in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung wichtiger ist denn je.

Der Kinopreis Mecklenburg-Vorpommern ist eine wichtige Säule der Kinoförderung und Ausdruck der Wertschätzung für diese Arbeit. Gleichzeitig macht er deutlich, wie fragil viele dieser Strukturen sind. Steigende Energie- und Betriebskosten, Investitionsbedarf bei Technik und Barrierefreiheit sowie die wachsenden Anforderungen an Nachhaltigkeit stellen viele Kinos vor große Herausforderungen. Aus Sicht der Linksfraktion braucht es langfristig verlässliche Förderstrukturen, die Planungssicherheit bieten.

Die Linksfraktion gratuliert allen ausgezeichneten Kinos herzlich und dankt den Betreiber:innen, den vielen Ehrenamtlichen sowie der Jury für ihr Engagement. Der anschließende Branchen- und Jahresabend macht deutlich, was Kino in Mecklenburg-Vorpommern auszeichnet: ein Ort der Begegnung, des Austauschs und des gemeinsamen Nachdenkens über das vergangene Filmjahr sowie über die Wege, auf denen Kultur auch künftig sichtbar, zugänglich und lebendig bleibt.

Kino erzählt Geschichten, bewahrt kulturelle Erinnerungen und eröffnet neue Blickwinkel. Es verbindet Menschen – und verdient eine Kulturpolitik, die ihm dauerhaft Raum, Vertrauen und Zukunft gibt.“

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