Kinder und Jugendliche besser vor Glücksspiel in digitalen Spielen schützen
Zur Bundesratsinitiative Mecklenburg-Vorpommerns zu Lootboxen erklärt der kinder- und jugendpolitische Sprecher der Linksfraktion, Christian Albrecht:
„Es ist höchste Zeit, klare gesetzliche Vorgaben zu Lootboxen in digitalen Spielen auf den Weg zu bringen,andere Länder sind da längst weiter. Die virtuellen Schatzkisten, die sich meist nur gegen bare Münze öffnen lassen, funktionieren nach dem Prinzip des Glücksspiels – ohne dass sie den entsprechenden Regularien unterliegen.
Lootboxen bergen insbesondere für Kinder und Jugendliche ein hohes Sucht-, Kosten- und sogar Überschuldungsrisiko. Videospiele gehören für viele junge Menschen inzwischen zum Alltag, sie werden durch psychologische Tricks und In-Game-Käufe in eine Konsumspirale gezogen. Diese Praktiken müssen gesetzlich eingeschränkt, Kinder und Jugendliche besser geschützt werden.
Notwendig sind bundesweite Maßnahmen zur Prävention und zum Schutz von Minderjährigen bei digitalen Spielen. So sind u. a. Transparenzpflichten für Anbieter erforderlich, eine wirksame Alterskontrolle bei In-Game-Käufen sowie Warnhinweise zu Kosten- und Abhängigkeitsrisiken, Hersteller und Publisher sollten in Verantwortung genommen werden. Lootboxen sollten darüber hinaus Bestandteil der Medien- und Digitalbildung werden, um Kinder und Jugendliche stark zu machen, damit sie erst gar nicht in die Glücksspiel-Falle tappen.“
