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Hanse-Sail-Antrag von CDU und SPD ist unsinnig und irreführend

PressemeldungenJeannine Rösler

Nach Ansicht der finanzpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler, ist der heutige Steuerantrag der Koalitionsfraktionen zur Hanse Sail unsinnig und irreführend. 

„Abgesehen davon, dass SPD und CDU wieder einmal die wirklich wichtigen steuerpolitischen Problem nicht anpacken, thematisieren Sie ein Problem, das in Wirklichkeit gar keines ist“, erklärte Frau Rösler am Donnerstag in Schwerin. Anders als die Koalitionsfraktionen glauben machen wollen, könnten alle Unternehmen selbstverständlich Bewirtungskosten während der Hanse Sail steuerrechtlich berücksichtigen. Lediglich die Kosten für das Chartern eines Schiffes, um an einer Regatta teilzunehmen, dürften den Gewinn des Unternehmens nicht senken. „Das Einkommensteuergesetz wie im Übrigen auch die Gerichte verbieten dies aus guten Gründen. Denn bei Segeltörns handelt es sich wie etwa auch bei Jagden um eine überwiegend private Angelegenheit.“ 

„Wenn Unternehmer an einer Regatta teilnehmen und auf hoher See La Paloma anstimmen wollen, können sie das gern tun, aber bitte nicht auf Kosten des Steuerzahlers“, sagte Frau Rösler. Im Übrigen seien die Befürchtungen, die Hanse Sail könnte Schaden nehmen, wenn die Segeltörns nicht endlich von der Steuer abgesetzt werden können, an den Haaren herbeigezogen. „Das Volksfest platzt erfreulicherweise aus allen Nähten, Besucher- und Teilnehmerzahlen erreichen Rekordwerte. Es ist letztlich fraglich, ob CDU und SPD die Forderung nach steuerlicher Gleichbehandlung, im Übrigen eine olle Kamelle, selbst ernst meinen. Es mangelt in der Großen Koalition offenbar an Themen, denn CDU und SPD hätten dieses Thema längst auf die Tagesordnung setzen können.“

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