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Hände weg vom Arbeitszeitgesetz – FDP ist weiter auf dem Holzweg

Henning FoersterPressemeldungenArbeit und Wirtschaft

Zur Forderung aus den Reihen der FDP nach Abschaffung des 8-Stunden-Tages erklärt der gewerkschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:     

„Zum wiederholten Mal versucht sich die FDP als Cheflobbyistin der Arbeitgeberverbände und fordert die Abschaffung des 8-Stunden-Tages. Bereits die Aussage, es handele sich um ein ‚fossiles Dogma‘ zeugt von dem mangelnden Respekt gegenüber den Beschäftigten, die dieses Arbeitsschutzrecht hart erkämpft haben.

Die FDP ist auf dem Holzweg, wenn sie ihre Forderung als zeitgemäß betrachtet. Zahlreiche Untersuchungen in den zurückliegenden Jahren belegen die Notwendigkeit, Arbeitszeiten zu begrenzen. In repräsentativen Befragungen gaben viele Beschäftigte an, aufgrund der Arbeitsbelastung zu erschöpft zu sein, um sich angemessen um familiäre oder private Angelegenheiten kümmern zu können. Vor allem das Sozial- und Gesundheitswesen sowie das Gastgewerbe fallen hier besonders auf.

Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner machen zudem unter Verweis auf diverse Studien immer wieder deutlich, dass nach 8 Stunden Arbeitszeit die Effektivität spürbar abnimmt. Ermüdungseffekte führen zu einem deutlichen Anstieg der Unfallgefahr. Lange Arbeitszeiten sind somit mitnichten ein Nachweis hoher Arbeitsproduktivität – das Gegenteil ist der Fall.

Für meine Fraktion ist daher klar: Hände weg vom Arbeitszeitgesetz, Hände weg vom Arbeitsschutz! Wer bei der aktuellen Arbeitsmarktlage seinen Arbeits- und Fachkräftebedarf sichern will, muss attraktive Arbeitszeitmodelle anbieten, die auch eine Vereinbarkeit von Arbeits- und Familienleben ermöglichen – und darf nicht im Gegensatz dazu, die Gesundheit der Beschäftigten aufs Spiel setzen.“ 

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