Gezielter Angriff auf Wahlkreisbüro unseres Abgeordneten in Güstrow
Zur Zerstörung mehrerer Fensterscheiben seines Wahlkreisbüros in Güstrow erklärt der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Michael Noetzel:
„Pünktlich zur Meldung über einen erneuten bundesweiten Anstieg rechter Gewalttaten im Jahr 2025 wollten sich allem Anschein nach Güstrower Neonazis keine Inaktivität von ihren Kameraden vorwerfen lassen. Mehrere Scheiben meines Wahlkreisbüros wurden in der vergangenen Nacht dort gezielt zerstört. Nur das Sicherheitsglas verhinderte, dass die Scheiben nicht vollständig zerbarsten und womöglich noch Schaden im Innenraum angerichtet wurde.
Diese Attacke gegen mein Büro steht stellvertretend für die Einschüchterungsversuche der extremen Rechten gegenüber politisch Andersdenkenden. Sie ist Ausdruck einer Entwicklung, vor der insbesondere Beratungsstellen für Betroffene rechter Gewalt, wie LOBBI e. V., seit Jahren warnen. Neben rassistisch und antisemitisch motivierten Gewalttaten, die seit vielen Jahren auf einem besorgniserregenden Hoch sind, nehmen Neonazis mehr und mehr politisch Aktive ins Visier ihrer Hassattacken.
Bereits im Juli letzten Jahres pöbelte ein Rechter am Borwinbrunnen erst lauthals Parolen, bevor er mich an einem Infostand der Partei Die Linke körperlich attackierte. Für viele Menschen, die ins Feindbild von Rassisten, Faschisten und Antisemiten fallen, ist das bitterer Alltag. Aber: Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen. Dort, wo die rechten Menschenfresser angreifen, müssen wir solidarisch zusammenstehen.“ |
