Erst Hilfe ausweiten und zukunftssicher aufstellen – sie rettet Leben
Zu den Recherchen des Südwestrundfunks zu Rettungszeiten in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:
„Bei lebensbedrohlichen Situationen wie einem Herzstillstand entscheidet der Zeitraum bis zur Ersthilfe über Leben und Tod sowie dauerhafte Schädigungen.
Ausweislich der Recherchen sind bundesweit, aber auch bei uns im Land Rettungsdienste selten innerhalb von acht Minuten vor Ort. In der Hansestadt Rostock klappt das mit 76 Prozent der Fälle am besten, was aber immer noch nicht zufriedenstellend ist.
Die Rettungsleitstellen bei uns im Land sind gut aufgestellt, nutzen strukturierte und standardisierte Notrufabfragen (SSNA), aber der Zeitraum bis zum Eintreffen am Notfallort ist zu groß. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat mit der Notruf-App ‚Die Landretter‘ gute Erfahrungen gemacht. Meine Fraktion erwartet, dass der entsprechende Landtagsbeschluss umgesetzt und dieses System der Notfallrettung ausgeweitet, landesweit funktionsfähig und zukunftssicher aufgestellt wird.
Erste Hilfe durch Angehörige und Passanten oder sogenannte First Responder, Ärzte, Sanitäter, Feuerwehrleute oder anderweitig gut ausgebildete Ersthelfer, die sich in der Nähe befinden, können Leben retten. Deshalb ist es enorm wichtig, dass jede und jeder einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert bzw. diesen auffrischt, denn der beim Führerscheinerwerb obligatorische Kurs liegt oft schon lange zurück.“
