Deutschlandticket muss Bestand haben und bezahlbar sein
Zur Einigung der Verkehrsminister auf 58 Euro monatlich für das Deutschlandticket erklärt der verkehrspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:
„Wie befürchtet, stimmte die Mehrheit für eine Preiserhöhung des D-Tickets ab 2025. Mit der Enthaltung Mecklenburg-Vorpommerns machen wir deutlich, dass aus unserer Sicht dieser Preis zu hoch ist. Viele Menschen, die das Ticket nutzen, haben bereits an den derzeitigen 49 Euro zu knapsen.
Die Anhebung um 9 Euro monatlich wird dennoch kommen, weil die Finanzierung des Nahverkehrs und der Ausgleich der Einnahmeverluste an die Verkehrsbetriebe die Länder vor große Herausforderungen stellt. Der Bund verweigert sich einer verlässlichen und vor allem auskömmlichen Finanzierung des Öffentlichen Nahverkehrs. Wenn wir wollen, dass die Verkehrswende gelingt und mehr Menschen auf Bahn und Bus umsteigen, ist die Preiserhöhung kontraproduktiv.
Jetzt muss es gelingen, dass noch mehr Betriebe Jobtickets zur Entlastung von Fahrkosten anbieten. Auch werden wir alles daransetzen, dass sowohl das Azubi- als auch das Seniorenticket Mecklenburg-Vorpommern ab 2025 weiterhin für einen möglichst attraktiven Preis zu haben sind. Außerdem ist eine dauerhafte Finanzierung des D-Tickets ab 2026 von Bund und Ländern erforderlich. Die Verkehrsbetriebe und Reisende brauchen Planbarkeit und Verlässlichkeit.“
