Dank und Anerkennung für das Engagement des Erwerbslosenparlaments
Zur heutigen 25. Tagung des Erwerbslosenparlaments in Schwerin erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:
„Im Namen meiner Fraktion danke ich dem Erwerbslosenbeirat für sein unermüdliches Engagement für die Belange von arbeitslosen, insbesondere langzeitarbeitslosen Frauen und Männern in Mecklenburg-Vorpommern. Der Beirat und das von ihm organisierte und in diesem Jahr 25-jährige Erwerbslosenparlament sind die Stimme für benachteiligte und vom Arbeitsmarkt ausgegrenzte Menschen, von denen es immer noch viel zu viele gibt.
Im Oktober waren mehr als 62 000 Menschen im Land arbeitslos, darunter 24 500 langzeitarbeitslos im Bürgergeldbezug. Weitere 9200 Langzeitarbeitslose befanden sich in Maßnahmen der Aktivierung und Beschäftigungsförderung. Alle diese Frauen und Männer benötigenHilfe- und Unterstützungsangebote, um am Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen zu können.
Vorurteile, Diskriminierungen und pauschale Verurteilungen von Menschen ohne bezahlten Job spalten die Gesellschaft und müssen entschieden zurückgewiesen werden. Vielmehr brauchen wir geeignete Instrument, um Integration in Arbeit und in die Gesellschaft zu fördern. So hat auch die Landesarmutskonferenz, die sich auch im Erwerbslosenbeirat engagiert, erst kürzlich festgestellt, dass es bei uns im Land viel zu wenige Chancen zur Wiedereingliederung gibt – etwa Teilzeitarbeitsplätze und andere Möglichkeiten. Diese sind nicht zum Nulltarif zu haben. Deshalb müssen die Mittel für Integration aufgestockt und dürfen nicht gekürzt werden.
Auch Angriffe auf das Bürgergeld müssen entschieden zurückgewiesen werden. Bei den Ärmsten streichen zu wollen, während die Reichen und Superreichen praktisch ungeschoren davonkommen, ist nicht nur unanständig, sondern auch zutiefst ungerecht. Zudem würde Armut weiter zunehmen.“
