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Banken und Landesregierung waren auf Treuhandlösung fixiert

PressemeldungenJeannine Rösler

Nach Angaben von Jeannine Rösler, Obfrau der Linksfraktion im Untersuchungsausschuss zur Insolvenz der P+S-Werften, hat die heutige Zeugenbefragung u.a. deutlich gemacht, dass die Banken und die Landesregierung Ende 2009 Druck auf die Hegemann-Werftengruppe ausgeübt haben, damit genau das Treuhandmodell mit dem Treuhänder, die Anwaltskanzlei Wellensiek und Partner, eingesetzt wird. „Land und Finanzierer waren auf dieses Modell fixiert, andere Vorschläge, wie etwa die Umwandlung von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft, wurden nicht in Betracht gezogen“, erklärte Frau Rösler am Rande der Anhörungen am Montag. „Offenbar hat die Landesregierung völlig unterschätzt, welche negativen Außenwirkungen für den maritimen Markt mit einer Treuhandschaft verbunden sind.“

 

Der damalige Rechtsbeistand von Hegemann, Stephan Kulenkampff, habe insgesamt von der Landesregierung eine klare Linie bezüglich eines Finanzierungsplanes für die Werften vermisst. „So wurden ständig neue Gutachten eingefordert, und dies von wechselnden Unternehmen“, so Frau Rösler. Auch dies habe dazu beigetragen, dass das Geld auf den Werften und die Zeit Ende 2009 knapp wurden.   

 

Kulenkampff habe auch schwere Vorwürfe gegen die KPMG erhoben. „Danach wurden einige entscheidende Fehleinschätzungen durch die Gutachter vorgenommen. So wurden bereits getroffene oder unmittelbar bevorstehende   operative Entscheidungen auf den Werften nicht in der Unternehmensprognose berücksichtigt“, so Frau Rösler.

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