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Zwei Pflegestützpunkte im Land – Jubel nicht angebracht

PressemeldungenIrene Müller

Die morgige Eröffnung des Pflegestützpunktes in Pasewalk durch Sozialministerin Schwesig ist nach Ansicht der sozialpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Irene Müller, kein Grund zum Jubeln.

„Sicher wird sich die Beratung zu Fragen der Pflegeversicherung für die Einwohnerinnen und Einwohner von Pasewalk verbessern, allerdings mussten sie drei Jahre darauf warten“, erklärte Frau Müller am Mittwoch. Das sei kein Ruhmesblatt für die Landesregierung, und ohne das ständige Drängen der Linksfraktion, endlich die Rahmenbedingungen für eine unabhängige Beratung zu schaffen, gäbe es auch diesen ersten Pflegstützpunkt wahrscheinlich nicht. 

Mit der Einrichtung in Pasewalk verfüge MV dann mit Wismar über zwei Pflegestützpunkte, und nach Auskunft des Sozialministeriums seien fünf weitere geplant. „Das reicht für ein Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern keineswegs und entspricht auch nicht dem Versprechen der Regierungskoalition auf dem letzten Altenparlament, wo 18 Pflegestützpunkte angekündigt worden waren“, so Frau Müller. „Bei dem Tempo, mit dem die Pflegestützpunkte bisher aufgebaut wurden, besteht zudem die Gefahr, dass das Land die Anschubfirnanzierung durch den Bund verschenkt, die bekanntlich am 30. Juni dieses Jahres endet.“

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