Preisausschreiben lösen nicht die Probleme im Bereich der Pflege
Zur erstmaligen Verleihung des Altenpflegepreises Mecklenburg-Vorpommern 2011 heute in Schwerin erklärt die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Irene Müller:
„Preisausschreiben im Bereich der Pflege, um die Attraktivität des Berufsbildes zu erhöhen, können ganz bestimmt nicht die Aufgaben ersetzen, die gemacht werden müssen, um die gravierenden Probleme zu lösen. Mit der zurzeit vorherrschenden ziel- und konzeptionslosen Symbolpolitik wird das Land jedenfalls nicht mehr Menschen für den Beruf der Pflege begeistern.
Seit zweieinhalb Jahren warten die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen auf die Einrichtung des gesetzlich vorgeschriebenen flächendeckenden Netzes wohnortnaher Pflegestützpunkte. Auch der Geriatrieplan lässt auf sich warten. Dabei sind die geriatrische Versorgung und Rehabilitation gerade für unser Bundesland von besonderer Bedeutung. Es reicht nicht, auf Versäumnisse des Bundes zu verweisen, es muss gehandelt werden.
Dazu gehört insbesondere auch eine angemessene Bezahlung für die verantwortungsvollen und physisch wie psychisch anstrengenden Tätigkeiten im Pflegeberuf. Dafür sollte sich Sozialministerin Schwesig einsetzen.“
