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Medienkompetenz und Plattformregulierung statt Social-Media-Verbot

Christian AlbrechtPressemeldungen

Zur heutigen Debatte um ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige erklärt der jugendpolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Christian Albrecht:

 

„Ein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche ist der falsche Weg. Statt Verbote zu fordern, brauchen wir wirksamen Schutz und echte digitale Teilhabe. Soziale Medien sind heute zentrale Räume für Kommunikation, Identitätsbildung und politische Beteiligung. Ein pauschales Verbot würde junge Menschen von gesellschaftlich relevanten Diskursen ausschließen und ihr Recht auf Teilhabe unverhältnismäßig einschränken.

 

Die Risiken sind real: Cybermobbing, Cybergrooming, exzessive Nutzungszeiten, gezielte Desinformation und psychische Belastungen durch Social-Media sind Herausforderungen, denen wir mit klugen Lösungen statt Verboten begegnen müssen.

 

Wir sehen Medienkompetenz als Schlüssel zum Jugendschutz. Kinder, Jugendliche und Eltern müssen dazu befähigt werden, digitale Medien kritisch und selbstbestimmt zu nutzen. Dafür brauchen wir flächendeckende Bildungsangebote. 

 

Gleichzeitig sehen wir die großen Plattformkonzerne in der Pflicht. Ihre Geschäftsmodelle basieren auf maximaler Aufmerksamkeit und algorithmischer Verstärkung emotionaler Inhalte. Diese Logik begünstigt suchtähnliche Nutzungsmuster und setzt wirtschaftliche Interessen über den Schutz junger Menschen.

 

Wir fordern, dass Plattformen wie Instagram oder TikTok verpflichtet werden, kinder- und jugendgerechte Vorsteinstellungen bereitzustellen, algorithmische Risiken transparent zu machen, wirksame Schutzmechanismen gegen schädliche Inhalte (wie Hatespeech oder sexualisierter Darstellung Minderjähriger) umzusetzen und konsequent Privatsphäre und Schutz vor Belästigung zu gewährleisten. Außerdem wollen wir, dass der Digital Services Act der Europäischen Union konsequent umgesetzt und weiterentwickelt wird. 

 

Diese Maßnahmen kommen nicht nur Kindern und Jugendlichen zugute – sie machen soziale Plattformen sicherer und fairer für alle Nutzer:innen.“

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