Jahrestag des Brandes von Alt Tellin – auch der Bund muss endlich handeln

Dirk BruhnPressemeldungen

Zum vierten Jahrestag der Brandkatastrophe von Alt Tellin erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Dirk Bruhn:

„Stallbrände, die in tödlichen Katastrophen für unzählige Tiere enden, sind kein Zufall, sondern ein strukturelles Problem mit politischen Ursachen. Brandschutzvorgaben und Kontrollen zu Notstromaggregaten, Feuermelde- und Lüftungssysteme sowie Fluchtwege müssen endlich klar und eindeutig im Bundestierschutzgesetz oder in der Tierschutznutztierhaltungsverordnung verankert werden. Mecklenburg-Vorpommern hat Ende 2024 reagiert und eine entsprechende Richtlinie veröffentlicht.

Meine Fraktion und ich persönlich fordern den Bund auf, seinerseits zu handeln und das Staatsziel Tierschutz endlich mit Leben zu erfüllen. Viele Punkte sind seit Jahren offen, so zum Beispiel die Anpassung der Tierschutznutztierverordnung, was die möglichen Stallgrößen betrifft, oder die Änderung der Bundesbauordnung hinsichtlich des Brandschutzes von Stallneubauten. Der Bund darf die Länder nicht länger im Regen stehen lassen. Eine kalkulierbare und verlässliche Grundlage für Stallneubauten sowie auskömmliche Erzeugerpreise müssen möglich sein. Dabei dürfen solche Anlagen wie die niedergebrannte Schweinezuchtanlage von Alt Tellin nie wieder genehmigungsfähig sein!“