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Zukunftsinvestition Fusionsforschung – das Land als Doppelzentrum der Kernfusion

Christian AlbrechtPressemeldungen

Zum Antrag „Spitzenforschung in Mecklenburg-Vorpommern – Plasma- und Fusionsforschung stärken“ erklärt der wissenschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Christian Albrecht:

 „Die Kernfusion ist eine der entscheidenden Zukunftstechnologien zur Lösung der Klimakrise. Für Mecklenburg-Vorpommern besteht die Chance, sich dauerhaft als international sichtbarer Doppelstandort der Fusionsforschung zu etablieren. Greifswald ist bereits ein internationaler Leuchtturm in der Magnetfusion. Rostock hat das Potenzial, zum neuen Zentrum der Laserfusion zu werden.

Seit fast 30 Jahren wird in Greifswald an einem der weltweit führenden Forschungsprojekte zur Magnetfusion gearbeitet: dem Stellarator ‚Wendelstein 7-X‘ des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik. Die Anlage wurde mit über 1,2 Mrd. Euro von Bund, Land und EU gefördert und ist technologisch wie wissenschaftlich einzigartig. Hier arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt an nichts Geringerem als der CO₂-freien Grundlastenergie der nächsten Generation.

Neben der Magnetfusion entwickelt sich auch die Laserfusion rasant weiter. Um Deutschland in dieser Technologie zukunftssicher aufzustellen, strebt die Universität Rostock gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf die Gründung eines Helmholtz-Instituts für Hochenergiedichtephysik (HEDI) in Rostock an. Das ist Wissenschaft mit klarem Nutzen für Klima, Industrie und die ganze Region.

 

2024 hat die Bundesregierung das Forschungsprogramm ‚Fusion 2040‘ aufgelegt, das die Entwicklung eines industrietauglichen Fusionsreaktors bis spätestens 2040 fördern soll. Bis 2028 stehen rund 370 Mio. bereit, langfristig über 1,5 Mrd. Euro.

 

Fusion ersetzt nicht Sonne und Wind – aber sie kann dazu beitragen, CO₂-freie Energie bereitzustellen, unabhängig vom Wetter, unabhängig von fossilen Importen.“

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