Skip to main content

Reform der Lehrkräftebildung – Chancen für mehr Lehrkräfte im Land

Christian AlbrechtPressemeldungen

Zur Anhörung zum neuen Lehrkräftebildungsgesetz im Wissenschaftsausschuss erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Christian Albrecht:

„Die heutige Anhörung hat verdeutlicht, dass das neue Lehrkräftebildungsgesetz ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Schulen im Land ist. Wir begrüßen die Reform als dringend notwendige Anpassung an die aktuellen Herausforderungen im Bildungssystem. Wir brauchen ein System, das Lehrkräfte praxisorientiert auf ihre Aufgaben vorbereitet, den Einstieg in den Beruf erleichtert und die Attraktivität des Lehramts steigert.

Ein zentrales Element der Reform ist die Einführung des Sekundarstufenlehramts, welches Lehrkräfte sowohl für Gymnasien, für Gesamtschulen als auch für Regionale Schulen ausbildet. Dieses Modell wurde bereits in anderen Bundesländern mit Erfolg eingeführt, unter anderem in Berlin. Die dort gesammelten Erfahrungen zeigen, dass eine flexiblere Ausbildung den Zugang zum Lehramt erleichtert, die Berufsaussichten verbessert sowie die Mobilität zwischen den Schulformen erhöht.

In der Anhörung wurden auch Bedenken vorgebracht, insbesondere vonseiten des Verbands Bildung & Erziehung (VBE) MV sowie der Universität Greifswald. Beide warnen davor, dass Studierende des neuen Lehramts möglicherweise bevorzugt an Gymnasien arbeiten und damit Regionale Schulen weiter unterbesetzt bleiben könnten. Wir nehmen diese Bedenken ernst und setzen uns für begleitende Maßnahmen ein, um die Attraktivität des Lehramts an Regionalen Schulen zu erhöhen. Schon seit längerer Zeit ist eine Gleichstellung mit dem Gymnasiallehramt in Besoldung und Aufstiegsmöglichkeiten eine Triebkraft, um Lehrkräften an Regionalen Schulen eine attraktive Perspektive zu bieten.

Ein weiterer zentraler Punkt der Reform ist die stärkere Verzahnung von Theorie und Praxis in der Lehrkräftebildung. Die GEW MV und die Schulleitungsvereinigung Mecklenburg-Vorpommern haben in ihren Stellungnahmen darauf hingewiesen, dass die bisherigen Praxisanteile im Lehramtsstudium nicht ausreichen, um Studierende optimal auf die Anforderungen im Schulalltag vorzubereiten. Wir unterstützen daher Maßnahmen zur Verbesserung der Praxisanteile ausdrücklich. In diesem Zusammenhang werden Mentoring-Programme gestärkt, um angehenden Lehrkräften eine bessere Begleitung durch erfahrene Pädagoginnen und Pädagogen zu ermöglichen.“

Zurück zum Kopf der Seite