Mehr Hilfe, mehr Chancen: MV stärkt Kinder und Jugendliche im Schulalltag
Zum Schulbarometer 25/26 erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Jeannine Rösler:
„Schule muss ein Ort sein, an dem Kinder nicht nur lernen, sondern sich auch sicher fühlen und Unterstützung bekommen. Die aktuellen Zahlen zeigen, wie groß der Handlungsbedarf ist: Ein Viertel der 8- bis 17-Jährigen gilt als psychisch belastet; davon sind 15 Prozent psychisch auffällig und weitere 10 Prozent liegen im Grenzbereich. 26 Prozent berichten von geringer Lebensqualität. 30 Prozent der 11- bis 17-Jährigen bestätigen, mindestens einmal im Monat schlecht behandelt worden zu sein. Drei Viertel der Schüler:innen wünschen sich mehr Mitbestimmung im Schulalltag.
Die Studie zeigt besonders deutlich, dass Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien überdurchschnittlich stark belastet sind: 31 Prozent gelten als psychisch belastet, 36 Prozent berichten von einer niedrigen Lebensqualität und 29 Prozent von geringem schulischem Wohlbefinden.
Das Schulbarometer macht aber auch deutlich, was hilft: Gute Beziehungen zu Lehrkräften, ein unterstützendes Unterrichtsklima und echte Beteiligung stärken das Wohlbefinden der Schüler:innen erheblich.
Mecklenburg-Vorpommern setzt hier an den richtigen Stellen an. Mit dem Ausbau der Schulpsychologie, dem Zentralen Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie sowie mobilen Krisenteams wurde ein tragfähiges Unterstützungssystem geschaffen. Eine zentrale Leitstelle hat im Schuljahr 2024/2025 bereits über 600 Anfragen von Schulen und Eltern koordiniert – ein klares Zeichen dafür, dass der Bedarf hoch ist und die Angebote angenommen werden.
Besonders wichtig ist der präventive Ansatz: Kinder früh zu stärken, psychische Gesundheit zu enttabuisieren und Hilfe niedrigschwellig zugänglich zu machen. Gleichzeitig braucht es gezielte Unterstützung für Lehrkräfte, die ebenfalls stark belastet sind.
Mecklenburg-Vorpommern ist auf einem guten Weg – dennoch besteht weiterer Handlungsbedarf, insbesondere beim Ausbau multiprofessioneller Teams, bei der Entlastung für Lehrkräfte und bei ausreichend Unterstützungsangeboten für alle Kinder und Jugendlichen.
Unser Ziel bleibt eine Schule, die alle stärkt und jedem Kind zeigt: Du bist wichtig.“
