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M-V ist Spitze bei Kinderbetreuung und entlastet Familien wie kein anderes Land

Jeannine RöslerPressemeldungen

Zu den aktuellen Daten des Kinderbetreuungsreports des Deutschen Jugendinstituts (DJI) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler: 

„Mecklenburg-Vorpommern ist Vorbild: Hohe Betreuungsquote, verlässliche Angebote, keine Elternbeiträge – das schafft Chancengleichheit sowie echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Unterschiede zu den westlichen Bundesländern sind enorm. Rot-Rot macht vor, was möglich ist, wenn Kinder und Familien Priorität haben. Der Bericht bestätigt, M-V gehört zu den Spitzenreitern bei Bedarf, Nutzung und Verlässlichkeit frühkindlicher Betreuungsangebote.

Während bundesweit lediglich 51 Prozent der Eltern von U3-Kindern einen Betreuungsbedarf äußern, liegt dieser Wert bei uns bei 64 Prozent – nur übertroffen von Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Gleichzeitig gelingt es, diesen Bedarf weitgehend zu decken: Etwa 60 Prozent der Eltern mit U3-Kindern nutzen hier bereits einen Platz. Die Lücke zwischen Bedarf und Nutzung beträgt in MV lediglich 5 Prozentpunkte – einer der niedrigsten Werte bundesweit. In westdeutschen Ländern wie Bremen oder Nordrhein-Westfalen beträgt diese Lücke dagegen bis zu 20 Prozentpunkte. Auch bei U6-Kindern zeigt sich die Stärke: 97 Prozent der Eltern äußern Bedarf, und 94 Prozent nutzen tatsächlich einen Platz – eine fast vollständige Bedarfsdeckung.

Die Untersuchung zur Passgenauigkeit und Verlässlichkeit der Angebote zeigt, dass Eltern in Mecklenburg-Vorpommern deutlich seltener über Betreuungslücken klagen als im Westen. Nur 8 Prozent der Eltern haben wöchentlich diese Sorge, in Westdeutschland sind es fast doppelt so viele. Zudem sind ungeplante Schließtage in M-V erheblich seltener, was Familien Planungssicherheit gibt.

Seit 2020 erhebt Mecklenburg-Vorpommern – neben Berlin – keine Elternbeiträge mehr für Kita und Tagespflege. Damit werden Familien von der Krippe bis zum Hort um rund 18 000 Euro entlastet. Dagegen müssen Eltern in Westdeutschland monatlich bis zu mehreren Hundert Euro berappen.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mecklenburg-Vorpommern kann Modell sein – gerade auch für westdeutsche Länder, die noch immer mit hohen Kosten, Betreuungslücken und unzuverlässigen Öffnungszeiten kämpfen. Selbstverständlich stehen auch wir vor Herausforderungen, die wir anpacken. Die Arbeitsbelastung in Kitas ist hoch. Es gilt, den Personalschlüssel zu verbessern und multiprofessionelle Teams weiter zu unterstützen. Nur so können wir die erreichte Ausnahmestellung langfristig sichern und weiter ausbauen.“

 

Hintergrund. Die Ergebnisse stammen aus dem Kinderbetreuungsreport 2024, herausgegeben vom Deutschen Jugendinstitut (DJI). Grundlage sind die Daten der jährlich durchgeführten Kinderbetreuungsstudie (KiBS), die mit rund 33 000 befragten Eltern bundesweit die größte Erhebung zur Kinderbetreuung in Deutschland darstellt.

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