Jung sein in M-V“ Abschlussbericht muss der Startschuss für eine zukunftsfeste Jugendpolitik sein
Zur Verabschiedung des Abschlussberichts der Enquete-Kommission „Jung sein in M-V“ erklärt das Mitglied der Enquete-Kommission im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Christian Albrecht:
„Mit der heutigen Verabschiedung des Abschlussberichts hat die Enquete-Kommission ein starkes Fundament für die künftige Kinder- und Jugendpolitik in Mecklenburg-Vorpommern gelegt. Der umfassende Abschlussbericht bündelt die zentralen Erkenntnisse aus jahrelangen, intensiven Anhörungen zu den verschiedensten Themen.
Die Enquete-Kommission ‚Jung sein in M-V‘ hat seit ihrer Einsetzung im Jahr 2021 zu vier verschiedenen Themenclustern gearbeitet: (1) Gesellschaftliche Beteiligung junger Menschen, (2) Formale und non-formale Bildung, (3) Gesundes und sicheres Aufwachsen und (4) Kinder- und jugendgerechte Infrastruktur/Lebensräume. Im Beteiligungsprozess #mitmischenMV wurden zahlreiche junge Menschen intensiv befragt und konnten ihre Wünsche an die Politik artikulieren.
Auf Grundlage der Anhörungen sowie des Beteiligungsprozesses wurden von allen Demokrat:innen auf über 60 Seiten umfassende Handlungsempfehlungen entwickelt. In der vergangenen Sitzung wurden diese Handlungsempfehlungen bereits verabschiedet, auf die sich in einem langen Prozess alle demokratischen Fraktionen miteinander einigen konnten. Darauf sind wir besonders stolz, denn die nicht immer einfache, aber dennoch erfolgreiche Konsensfindung mit SPD, Grünen, CDU und FDP hat gezeigt: Mecklenburg-Vorpommern schenkt den jungen Menschen Gehör und zeigt konkretes Interesse daran, das Bundesland für sie so attraktiv wie möglich zu gestalten.
Heute kamen noch die Sondervoten der Fraktionen, auch von uns als Linksfraktion, dazu. Wir setzen hierbei gemeinsam mit SPD und Grünen nochmal besondere Akzente im Bereich Bildungsgerechtigkeit, Demokratiebildung, Kinderarmut, Bürger:innenbeteiligung und kindgerechte Unterbringungsstandards in Gemeinschaftsunterkünften.
Fünf Jahre hat die Enquete-Kommission intensiv zu der Frage gearbeitet, wie das Leben von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in M-V konkret zu verbessern wäre.
Mit der heutigen letzten Sitzung endet die Arbeit der Enquete-Kommission. Neben den Abgeordneten wurde die Kommission von Expert:innen aus allen möglichen zivilgesellschaftlichen Bereichen bereichert. Ich möchte daher allen demokratischen Expert:innen ein Dankeschön dafür aussprechen, dass Sie sich die Zeit für dieses wichtige Thema genommen haben und gemeinsam mit uns die Jugendpolitik im Land gestalten wollen. Ein besonderer Dank gilt dabei den zwei Expert:innen unserer Fraktion: Sayed Hashimi, der sich unermüdlich dafür eingesetzt hat, dass die Belange von Kindern und Jugendlichen mit Migrationsbiografie angemessen berücksichtigt werden, sowie Anna Jahn, die als junge Leistungssportlerin eine besondere Perspektive einbringen konnte und jungen Menschen damit eine starke Stimme verliehen hat.
Der Abschlussbericht samt Empfehlungen wird in kommenden Legislaturen wegweisend sein. Denn dann liegt es an dem neuen Landtag, die Empfehlungen in konkretes politisches Handeln zu übersetzen. Für uns als Fraktion ist klar: Der Abschluss der Enquete-Kommission ist erst der Anfang. Wir werden als treibende Kraft darauf achten, dass die Empfehlungen für bessere Bildung, eine spürbar verbesserte psychische und körperliche Gesundheit, stärkere Beteiligung der jungen Generation und für eine moderne Infrastruktur, die sich an den Bedürfnissen aller orientiert, konsequent umgesetzt werden.“
