Die AfD im extrem rechten Gewaltmilieu
Zum verhinderten rechtsterroristischen Anschlag der Gruppierung „Terror 18“ und der Verbindungen nach Mecklenburg-Vorpommern sowie zur AfD erklärt der Vorsitzende der Linksfraktion, Hennis Herbst:
„Wir reden hier schon lange nicht mehr von Einzelfällen – die AfD ist fest im extrem rechten Gewaltmilieu verankert. Das antifaschistische Recherche-Portal EXIF deckte auf, dass ein AfD-Anhänger aus Schwerin Mitglied in einer neonazistischen Chat-Gruppe namens ‚Terror 18‘ gewesen sein soll, in der Mordanschläge geplant und fast in die Tat umgesetzt wurden. Amon G. trat zuletzt öffentlich als Unterstützer der Partei in Erscheinung und fungierte unter anderem beim Wahlkampfabschluss auf dem Schweriner Markt im September dieses Jahres in blauer Weste und mit Armbinde als Ordner.
Wer, wie Amon G., bei einer AfD-Kundgebung scheinbar für Ordnung sorgt und sich gleichzeitig im ‚Terror 18‘-Chat den Tag herbeisehnt, an dem er anderen Menschen ‚in die Fresse schlagen‘ wird, passt durchaus ins Parteiprofil. Haik Jaeger, der seine dienstlichen Informationszugänge bei der Polizei genutzt haben soll, um die Nordkreuz-Feindeslisten zu füllen, wurde noch während laufender Terrorermittlungen zum stellvertretenden Vorsitzenden des parteiinternen Landesfachausschusses zur ‚Inneren Sicherheit‘ gekrönt. Damit ist im Grunde alles über die Ausrichtung der AfD gesagt. Selbst das Bundesamt für Verfassungsschutz kam zu dem Schluss, dass die Nordkreuz-Umstürzler innerhalb der AfD ‚nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer rechtsextremistischen Prepper-Aktivitäten als politische Weggefährten angesehen‘ wurden.
Wir müssen doch mal schlicht zur Kenntnis nehmen, dass inzwischen kaum ein rechtes Terrornest ausgehoben wird, an dem kein AfD-Anhänger beteiligt ist. Ich erinnere da an die ‚Sächsischen Separatisten‘, die ‚Patriotische Union‘ um Prinz Reuß oder den Mörder von Dr. Walter Lübcke. Der aktuelle Fall um die Gruppierung ‚Terror 18‘ ist aber auch ein guter Moment, um mal wieder ‚Danke Antifa‘ zu sagen. Es waren Antifascht*innen, die dieses Netzwerk aufgeklärt haben und einen rechtsterroristischen Anschlag verhinderten, indem sie den Täter mit dem Benzinkanister in der Hand stoppten und der Polizei übergaben.“
