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BNE-Masterplan: Nachhaltigkeit wird zur Gemeinschaftsaufgabe von Kita, Schule und Berufsausbildung

Jeannine RöslerPressemeldungen

Zur Bestätigung des Masterplans BNE im Kabinett erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Jeannine Rösler:

„Die Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern begrüßt die Vorlage des „Masterplans Bildung für nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern für frühkindliche Bildung, allgemein bildende Schulen und berufliche Bildung“. Mit dem Masterplan erhält das Land erstmals einen umfassenden und langfristig angelegten Fahrplan, um Bildung für nachhaltige Entwicklung systematisch in Kitas, Schulen und der beruflichen Bildung zu verankern. Denn Nachhaltigkeit beginnt dort, wo Menschen lernen, Verantwortung für sich, für andere und für ihre Umwelt zu übernehmen. 

Besonders hervorzuheben ist der breite Beteiligungsprozess, der der Erarbeitung des Masterplans zugrunde lag. Insgesamt wirkten rund 70 Leute aus Ministerien, Hochschulen, Kommunen, Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen sowie der Zivilgesellschaft an den Fachforen mit. Damit ist der Masterplan Ausdruck eines gemeinsamen gesellschaftlichen Verständigungsprozesses über die Zukunft von Bildung in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Masterplan umfasst 40 Ziele und 130 konkrete Maßnahmen. Bemerkenswert ist dabei sein ganzheitlicher Ansatz. Nachhaltigkeit wird nicht auf Umwelt- und Klimaschutz reduziert, sondern verbindet ökologische, soziale, wirtschaftliche und demokratische Fragen miteinander. Bildung für nachhaltige Entwicklung wird damit als Querschnittsaufgabe verstanden, die Umwelt- und Klimabildung ebenso einschließt wie Demokratiebildung, Friedensbildung, Inklusion, Diversität, globale Gerechtigkeit, kulturelle Bildung und digitale Kompetenzen.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Orientierung am sogenannten ‚Whole Institution Approach‘. Nachhaltigkeit soll nicht lediglich Unterrichtsthema sein, sondern das gesamte Leben in Bildungseinrichtungen prägen – von der Mitbestimmung der Kinder und Jugendlichen über Kooperationen mit außerschulischen Partnern bis hin zur Gestaltung der Lernumgebung und der Aus- und Fortbildung von Fachkräften. 

Besonders erfreulich ist aus Sicht der Linksfraktion auch, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung bereits in der Kita beginnt und sich durch alle Bildungsbereiche bis in die berufliche Ausbildung hineinzieht. Damit wird ein lebenslanger Ansatz verfolgt, der Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gibt, Nachhaltigkeit als selbstverständlichen Bestandteil ihres Alltags zu erleben. Die Umsetzung des Masterplans braucht Verlässlichkeit, engagierte Fachkräfte, gute Rahmenbedingungen und die kontinuierliche Zusammenarbeit aller Beteiligten.“

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