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Bildungspolitischer Abend: Gemeinsam Schule machen

Jeannine RöslerPressemeldungen

Zum Bildungspolitischen Abend, der gestern in Wismar stattgefunden hat, erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler:         

„Unter dem Motto ‚Gemeinsam stark: Dank an alle, die Schule lebendig machen‘ hatte die Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern gestern Abend in die Aula der Rudolf Tarnow Grundschule in Wismar eingeladen. Zahlreiche Gäste aus Schule und Politik nutzten die Gelegenheit, über die drängendsten Herausforderungen und Zukunftsfragen der Bildungspolitik ins Gespräch zu kommen.

Bildung darf nicht als Kostenfaktor betrachtet werden. Sie ist die wichtigste, ja entscheidende Investition in die Zukunft des Landes und künftiger Generationen.  Jedes Kind zählt, jede Lehrkraft zählt – das muss der Anspruch sein, an dem wir uns messen lassen. Damit das gelingt, müssen alle, die an Bildung beteiligt sind, an einem Strang ziehen. Gute Bildung gelingt nur gemeinsam.

Der Kabarettist Michael Ruschke sorgte mit einem pointierten Auftritt für einen humorvollen, aber auch nachdenklichen Blick auf die ‚Baustellen‘ des Schulsystems. Seine satirischen Spitzen griffen viele Erfahrungen aus dem Schulalltag auf und bereiteten den Boden für die anschließende Podiumsdiskussion.

 

Auf dem Podium diskutierten:

Klara Helene Jabusch, Schülerin aus Wismar, die die Perspektive der Lernenden einbrachte. Sie schilderte, wo der Schulalltag gut gelingt, aber auch, wo Unterstützungsangebote und Beteiligungsmöglichkeiten fehlen. Ihr Beitrag machte deutlich, dass sich Schülerinnen und Schüler mehr einbringen und gehört werden wollen.

Uwe Scharrer, Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Wismar, gab Einblicke in die Situation der Schulen. Er sprach über die Herausforderungen durch den Lehrkräftemangel und den hohen Anspruch, Schule als Gemeinschaft zu gestalten. Dabei betonte er, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit von Kollegium, Eltern und Schülerschaft ist.

Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung, stellte Maßnahmen der Landesregierung gegen den Fachkräftemangel sowie zur Stärkung multiprofessioneller Teams vor. Sie betonte, wie wichtig es ist, dass die Stimmen von Lernenden, Eltern und Lehrkräften in politische Entscheidungen einbezogen werden.

Es bieten sich zahlreiche Chancen für eine gute Bildungspolitik, die vom Bildungsministerium beherzt ergriffen werden. Ziele sind u. a. mehr qualifiziertes Personal und eine verlässliche Unterstützung insbesondere für Schulen in sozial benachteiligten Regionen. Bildungsgerechtigkeit ist für uns der Maßstab, an dem wir unsere Politik ausrichten – damit jedes Kind in Mecklenburg-Vorpommern die besten Chancen bekommt.

In der Abschlussrunde ‚Wünsche & Visionen‘ wurden klare Forderungen formuliert: schnelle Entlastung der Lehrkräfte, Ausbau der Lehrkräfteausbildung, verbindliche Beteiligung von Lernenden und ein Klima der Wertschätzung für alle, die Schule gestalten.

Der Abend hat gezeigt: Bildung ist mehr als ein System – sie lebt von Beziehungen, Verantwortung und dem gemeinsamen Willen, Kinder und Jugendliche bestmöglich zu fördern. Wir nehmen diese Stimmen mit in den Landtag und werden gewiss wieder einen ‚Bildungspolitischen Austausch‘ veranstalten. Denn nur wenn wir die Praxis ernstnehmen, kann Mecklenburg-Vorpommern ein Bildungsland werden, in dem niemand zurückgelassen wird.“

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