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Zwischen Algorithmus und Verantwortung: Klare Leitplanken für KI im Schulalltag

Jeannine RöslerPressemeldungen

Zur heutigen Aussprache im Landtag zum Thema „Verantwortungsvoller Umgang mit KI im Schulalltag“ erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Jeannine Rösler:

„Künstliche Intelligenz ist längst Teil des Alltags vieler Schüler:innen. Hausaufgaben werden mit Chatbots bearbeitet, Referate mit KI-Anwendungen strukturiert und Informationen automatisiert zusammengefasst. Schule kann sich daher der Realität digitaler Technologien nicht entziehen. Die Frage ist nicht, ob Künstliche Intelligenz genutzt wird, sondern wie sie verantwortungsvoll, gerecht und pädagogisch sinnvoll eingesetzt wird.

Künstliche Intelligenz darf keine Lehrkraft ersetzen – aber sie kann Unterricht unterstützen, Lernprozesse individualisieren und Bildung gerechter machen. Dafür braucht es klare Regeln, Datenschutz, pädagogische Leitlinien und eine verlässliche Unterstützung für Lehrkräfte. Kinder und Jugendliche müssen befähigt werden, digitale Werkzeuge kritisch einzuordnen, Quellen zu prüfen und Künstliche Intelligenz selbstbestimmt zu nutzen.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits zahlreiche konkrete Beispiele dafür, wie KI sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden kann. Lehrkräfte nutzen KI-Anwendungen zur Erstellung differenzierter Arbeitsblätter, um Aufgaben an unterschiedliche Lernstände anzupassen. Einige Schulen nutzen KI zudem, um Lernstände besser einzuschätzen. Dadurch erhalten Lehrkräfte zusätzliche Informationen, um individueller fördern zu können.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellt konkrete Angebote zur Verfügung, die Schulen beim Umgang mit KI unterstützen. Dazu gehört der Handlungsleitfaden ‚Gemeinsam die Welt der generativen KI-Systeme erkunden‘, der Lehrkräften Orientierung zu Datenschutz, Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Risiken gibt. Darüber hinaus werden KI-Fachtage und Fortbildungsprogramme wie die landesweite Masterclass ‚Künstliche Intelligenz im Klassenzimmer‘ angeboten, die gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern entwickelt wurden und Lehrkräfte praxisnah qualifizieren.

Zudem stehen Schulen datenschutzkonforme Plattformen wie ‚fobizz‘, ‚schulKI‘ oder ‚telli‘ zur Verfügung. Diese Werkzeuge helfen Lehrkräften beispielsweise bei der Unterrichtsvorbereitung, der Erstellung von Feedback oder der Entwicklung kreativer Lernaufgaben. In Pilotprojekten wie ‚FelloFish‘ wird außerdem erprobt, wie KI Schüler:innen individuelle Rückmeldungen zu Lernfortschritten geben kann.

Schule bleibt ein Ort der Begegnung, des sozialen Lernens und der pädagogischen Beziehung. Unser Ziel ist eine Schule, die Kinder befähigt, Technologie kritisch, reflektiert und demokratisch zu nutzen.“

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