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Zukunftsfähiges Bildungssystem braucht ausreichende Finanzierung

PressemeldungenAndreas Bluhm

Das Abschneiden Deutschlands im Bildungsbericht 2011 der OECD bestätigt nach Ansicht des bildungspolitischen Sprechers, Andreas Bluhm, erneut, dass das reiche und wirtschaftlich starke Deutschland nicht in der Lage oder willens ist, ein Bildungswesen zu gestalten, das den Anforderungen gerecht wird.

„Die Ergebnisse zeigen, wie aktuell unsere Forderung nach einem zukunftsfähigen Bildungssystem ist“, erklärte Bluhm am Dienstag. Im internationalen Vergleich verliere das Land stetig an Boden, es sei inzwischen an das untere Ende der Skala abgerutscht. „Insbesondere beim Anteil von Studierenden und Hochschulabsolventen sind wir international nicht wettbewerbsfähig“, so Bluhm. Als eine der Ursachen werde wieder einmal die ungenügende Bildungsfinanzierung benannt. So seien in Deutschland die Bildungsausgaben langsamer gewachsen als die öffentlichen Ausgaben.

„Die Kanzlerin hatte 2008 mit großem Getöse die ‚Bildungsrepublik Deutschland’ ausgerufen, auf einem Bildungsgipfel wurde u.a. festgelegt, die Bildungsausgaben auf 10 Prozent des BIP zu erhöhen“, sagte Bluhm. Aber bisher hätten alle Bundesländer konkrete Verhandlungen zum Erreichen dieses Ziels ausgebremst. Darüber hinaus bestehe nach wie vor das unsägliche Kooperationsverbot des Bundes mit den Ländern bei der Bildungsfinanzierung. „Das Kooperationsverbot muss endlich abgeschafft werden, um dem Ziel einer anforderungsgerechte Bildungsfinanzierung endlich einen Schritt näher zu kommen“, betonte Bluhm.

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