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Zukunft unter Druck: Psychische Gesundheit junger Menschen darf nicht der Sparpolitik des Bundes zum Opfer fallen

Torsten KoplinPressemeldungen

Zur heutigen Aussprache auf Antrag der Linksfraktion im Landtag „Zukunft unter Druck – Raus aus dem Dauerkrisenmodus – Für die psychische Gesundheit junger Menschen“ erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Torsten Koplin: 

 

„Seit Jahren erleben junge Menschen eine Krise nach der anderen: die Corona-Pandemie, die Inflation, explodierende Wohnkosten und immer drastischere Kriegsszenarien in der Welt – zuletzt auch wieder massiv befeuert durch US-Präsident Trump. Gleichzeitig verändert sich die Welt durch Künstliche Intelligenz in einem rasanten Tempo. Diese Belastungen setzen nicht nur uns Erwachsenen zu, sie treffen ganz besonders auch junge Menschen, die mitten in ihrer Entwicklung stecken und je nach Alter einen Großteil ihrer Kindheit oder Jugend im Dauerkrisenmodus verbracht haben.

 

Die neunte Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026" zeichnet ein alarmierendes Bild und zeigt auf dramatische Weise, wie sehr die Belastungen der letzten Jahre den jungen Menschen zusetzen – in Form von Stress, Erschöpfung, Selbstzweifeln, Antriebs- und wachsender Perspektivlosigkeit.

 

Statt die jungen Menschen dabei zu unterstützen, konstruktiv mit Belastungen umzugehen und Zuversicht für ihren Blick auf die Zukunft zu gewinnen, werden ihnen diese Hilfen gerade durch die Bundesregierung gekürzt. Statt ihnen verlässliche Perspektiven für Arbeit, Wohnen und finanzielle Sicherheit zu geben, werden ihnen diese genommen – in der Jugendhilfe, bei Freiwilligendiensten, beim BaföG, bei Demokratieprojekten, bei der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung.

 

Und als wäre die Belastung nicht schon groß genug, torpediert die Bundesregierung die psychotherapeutische Versorgung. Die vom Bundesgesundheitsministerium unwidersprochenen Honorarkürzungen bei den Psychotherapeuten seit dem 1. April werden über kurz oder lang die ohnehin schon knappen Angebote für hilfesuchende Jugendliche noch weiter verknappen.

 

Mecklenburg-Vorpommern hält mit der Politik der Regierungskoalition aus SPD und Die Linke konsequent dagegen: Mit der Absenkung des Wahlalters auf 16, dem Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz und der Aufstockung der Mittel des Landesjugendplans im Rahmen der letzten Haushaltsaufstellung investieren wir in die Jugend. Doch als strukturschwaches Land können wir die verfehlte Bundespolitik nicht im Alleingang wegfinanzieren.

Hier stellt sich die Systemfrage: Das Geld in diesem reichen Land ist da, es ist nur falsch verteilt. Während Beratungsstellen überrannt werden, verzeichnet das reichste ein Prozent der Gesellschaft Jahr für Jahr Rekordgewinne. Wir haben kein Ausgabenproblem, wir haben ein ideologisches Einnahmeproblem im Bund!

 

Unsere Forderung bleibt: Wir brauchen eine gerechte Vermögens- und Steuerpolitik, die Multimillionäre und Krisengewinner in die Pflicht nimmt. Diese Milliarden gehören nicht auf die Konten von Superreichen, sondern in unsere soziale Infrastruktur – in die psychotherapeutische Versorgung, in Schulen und in verlässliche Lebensperspektiven für die junge Generation!“

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