Vertrauen in Medien und Vertrauen in Demokratie sind zwei Seiten einer Medaille
Zur aktuellen Studie „Info-Monitor 2025“ der Medienanstalten der Länder erklärt der medienpolitische Sprecher der Linksfraktion, Michael Noetzel:
„Der aktuell veröffentlichte Medien-Monitor zeigt, wie und wo sich Deutschland informiert. Der Trend, die sogenannten sozialen Netzwerke als Informationsquelle zu nutzen, setzt sich dabei weiter fort. Interessant ist, dass User dieser Quelle aber gleichzeitig am wenigsten vertrauen. Viele wünschen sich strengere Regeln auf den großen Plattformen, um sich vor Desinformationen zu schützen. Aus der Studie geht zudem hervor, dass die etablierten Medien nach wie vor großes Vertrauen genießen und dieses Vertrauen Hand in Hand mit der messbaren Demokratiezufriedenheit geht. Wer den etablierten Medien vertraut, wie etwa dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ist zufriedener mit der demokratischen Ordnung und hat mehr Vertrauen ins System.
In Zeiten von Hass, Hetze und der Bedrohung durch rechtsextremistische und antidemokratische Bewegungen tragen Medienschaffende damit eine ganz besondere Verantwortung. Das Vertrauen der Mediennutzenden darf nicht verspielt werden. Wir müssen weiterhin auf objektive, aber auch menschliche, gesellschaftlich relevante Nachrichten vertrauen können. Unsere Demokratie kann sich eine zunehmend populistische und in Teilen falsch gewichtete Berichterstattung nicht leisten.
Desinformationen und Angstmacherei an Fakten vorbei werden systematisch durch Demokratiefeinde genutzt, die unsere liberale, freie und vielfältige Gesellschaft und Lebensweise torpedieren wollen. Das Vertrauen in etablierte Medien ist entscheidend für eine informierte Öffentlichkeit, die eine lebendige Demokratie voraussetzt. Maßnahmen zur Stärkung der Medienkompetenz auf allen Ebenen sind erforderlich, um den Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu qualitativ hochwertigen Informationen zu erleichtern.“
