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Verantwortungsvolle und nachhaltige Politik für die Menschen im Land

Jeannine RöslerPressemeldungen

Zur Zustimmung des Landes M-V zur Änderung des Grundgesetzes heute im Bundesrat erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Jeannine Rösler:  

„Wir teilen die grundsätzliche Kritik der Linkspartei, dass die Schuldenbremse zunächst ausschließlich für den Verteidigungshaushalt aufgemacht wird. Auch wir warnen vor einer einseitigen Militärlogik und vor Kürzungen im sozialen Bereich. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat im Bundesrat deshalb eine Erklärung zu Protokoll gegeben, in der wir klar unsere spezifischen Interessen, Erwartungen und Standpunkte festgehalten haben (Anhang). Darin bringen wir auch die ablehnende und zur Koalitionspartnerin SPD unterschiedliche Bewertung der Ausnahmeregelung bei der Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben zum Ausdruck. Beide Partnerinnen begrüßen ausdrücklich den Beschluss des Deutschen Bundestages zur Einsetzung einer Expertenkommission zur Modernisierung der Schuldenbremse mit dem Ziel, bis Ende dieses Jahres bestehende Hemmnisse für erforderliche Investitionen zu beseitigen.

Die Reform der Schuldenbremse ist überfällig, denn diese ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass Länder und Kommunen vor einem riesigen Investitionsstau stehen. Die Herausforderungen – von der Klimakrise über die soziale Ungleichheit bis hin zur maroden Infrastruktur –, die durch die Pandemie, den Krieg in der Ukraine und die gestiegenen Lebenshaltungskosten noch verstärkt wurden, erfordern eine klare Priorisierung.

Die finanziellen Spielräume, die sich aus der Reform der Schuldenbremse ergeben, sowie die Mittel aus dem Sondervermögen müssen für dringend erforderliche Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, insbesondere Schulen und Kitas sowie Krankenhäuser, und den Klimaschutz verwendet werden. Dies ist nicht nur eine Frage der Solidarität, sondern auch der Zukunftssicherung für unsere Gesellschaft. Die Mittel müssen so eingesetzt werden, dass es den Menschen in unserem Land spürbar besser geht.

In Mecklenburg-Vorpommern ist sich die Linke ihrer Verantwortung bewusst, Landespolitik im Interesse der Menschen zu gestalten. Zu einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Politik gehört, auch angesichts einer sehr angespannten Haushaltslage sicherzustellen, dass die sozialen Strukturen erhalten und möglichst ausgebaut werden, die Wirtschaft und die Kommunen gute Rahmenbedingungen haben, die Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz auf hohem Niveau bleiben, die Gesundheitsversorgung sichergestellt sowie auch weiter in Bildung investiert werden kann.“

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