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Tag des Ehrenamts: Ehrenamt würdigen und stärken, nicht überfrachten

PressemeldungenIrene Müller

„Unser Dank gilt an diesem Tag allen, die sich ehrenamtlich engagieren, ob in Kultur-, Sport- oder sozialen Vereinen, ob beim Katastrophenschutz, als  Gemeindevertreter oder Bürgermeister“, erklärte die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Irene Müller, anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes 2010 am 5. Dezember. In vielen Bereichen und an vielen Stellen gehe ohne das ehrenamtliche Engagement von Zigtausenden Menschen im Land gar nichts mehr. „Das Ehrenamt ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr weg zu denken und für viele Menschen oft die einzige Hilfe, um den Alltag bewältigen zu können“, so Frau Müller.

Die Sozialpolitikerin warnt aber davor, zuviel auf das Ehrenamt abzuwälzen. „Das Ehrenamt gehört zu unserer Demokratie und stärkt diese“, sagte sie. Ehrenamtliches Engagement habe aber seine Grenzen und dürfe nicht überfrachtet werden. „So wichtig das Ehrenamt ist, es kann die Hauptamtlichkeit nicht ersetzen“, so Frau Müller. Eine Sicherung und Stärkung der staatlichen Daseinsvorsorge sei deshalb unerlässlich, Menschen in Not hätten einen Anspruch auf Hilfe. „Existenzsichernde Einkommen, armutsfeste Renten und bedarfsgerechte Regelsätze wären allerdings die beste Gewähr für ein würdiges Leben und gesellschaftliche Teilhabe“, sagte Frau Müller. „Dies würde zugleich das Ehrenamt stärken, weil wieder mehr Kraft und Zeit für viele wichtige andere Aufgaben freigesetzt würden.“

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