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Stärkeres Engagement gegen Jugendarbeitslosigkeit erforderlich

PressemeldungenHelmut Holter

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Helmut Holter: 

„M-V profitiert weiterhin von der seit Jahren anhaltenden entlastenden Wirkung der demografischen Entwicklung. Die demografische Entwicklung – immer mehr gehen in Rente, zu wenig Junge wachsen nach – führt aber auch dazu, dass die zur Verfügung stehende Anzahl von Arbeitskräften weiter abnehmen wird. Es wird prognostiziert, dass das Beschäftigungspotenzial bis zum Jahr 2030 um rund 25 Prozent, also etwa 250 000 Personen abnimmt.

Vor diesem Hintergrund ist es umso dringlicher, möglichst alle Jugendlichen erfolgreich in das Berufsleben zu führen. M-V hatte im Oktober mit 9,9 Prozent bundesweit die höchste Jugendarbeitslosigkeit. Der Durchschnitt aller Bundesländer lag bei 5,1 Prozent, der der ostdeutschen Länder bei 8,3 Prozent. Abgesehen von der Anzahl der Jugendlichen, die sich in arbeitsmarktpolitischen oder anderen Maßnahmen des Übergangs von der Schule in den Beruf befinden, sind es im November in M-V fast 5700 Jugendliche im Alter zwischen 15 bis unter 25 Jahren, die arbeitslos sind und nicht integriert werden.

Das kann sich unser Bundesland nicht leisten – jeder junge Mensch braucht eine Perspektive jenseits von Hartz IV! Mehr als 17 000 erwerbsfähige Jugendliche unter 25 Jahren müssen in M-V von Hartz IV leben. Die Armutsgefährdung in dieser Altersgruppe ist in den letzten 10 Jahren um 6,3 Prozent gestiegen und liegt inzwischen bei fast 40 Prozent! Die Landesregierung muss sich deutlich stärker engagieren, um dieses Problem erfolgreich anzugehen. Das Landeskonzept ‚Übergang von der Schule in den Beruf‘ muss auf seine Tauglichkeit überprüft und geeignete Maßnahmen für die Integration der Jugendlichen müssen ausgebaut werden. Auch hier kann es nicht bei einem ‚Weiter so‘ bleiben, wie es im Koalitionsvertrag von SPD und CDU erneut festgeschrieben ist.“

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