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Stärkeres Engagement für langzeitarbeitslose Männer und Frauen nötig

PressemeldungenHelmut Holter

Zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt in M-V erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Helmut Holter: 

„Arbeitsminister Harry Glawe schäumte geradezu vor Freude über die positiven Entwicklungen am Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Dabei warten in M-V noch viel zu viele Männer und Frauen im Hartz-IV-Bezug auf eine Chance zu arbeiten. 60 000 Frauen und Männer leben seit zwei Jahren oder länger, 48 000 sogar vier Jahre und länger ausschließlich von Hartz IV, wie aus einer Antwort der Landesregierung hervorgeht (Drs. 6/5912). Das Armutsrisiko bei Arbeitslosen ist in den vergangen fünf Jahren um 9,3 Prozent gestiegen und das Einzige, was der Landesregierung dazu einfällt ist auf die guten Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verweisen. Als das Arbeitslosenparlament vergangene Woche tagte, hielten sich SPD und CDU tunlichst fern, um ja nichts von den Problemen zu hören. Deutlicher kommen Desinteresse, Ignoranz und Selbstherrlichkeit nicht zu Ausdruck.

Die Langzeitarbeitslosen brauchen endlich eine Beschäftigungsperspektive. Da es allemal besser ist, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren, erwartet meine Fraktion von Arbeitsminister Harry Glawe konstruktive Vorschläge zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit. Es reicht nicht aus, auf den Bund zu schielen, hier muss auch im Land etwas passieren.

Wenn auf dem Ausbildungsmarkt nach wie vor so viele Ausbildungsplätze nicht besetzt sind, muss sich die Landesregierung doch fragen, warum dies so ist. Zudem muss sie sich dem Problem stellen, dass selbst nach Vermittlung aller Ausbildungsbewerber am Ende rund 1000 Plätze unbesetzt bleiben. Hier sind gemeinsam mit den Kammern Konzepte zu entwickeln, mit denen M-V im Wettbewerb der Länder bestehen kann.“

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