Situation der Hebammen im Land muss umgehend verbessert werden
Die heutige öffentliche Anhörung zur Situation der Hebammen in MV hat nach Angaben der sozialpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Irene Müller, die Kritik ihrer Fraktion bestätigt. „Die erneute, drastische Anhebung der Haftpflichtbeiträge für Hebammen und Entbindungspfleger stellt diese vor schier unlösbare Probleme und zwingt sie sogar zum Rückzug von der aktiven Geburtshilfe und zur Aufgabe ihrer Tätigkeit“, erklärte Frau Müller am Mittwoch. Leidtragende seien die werdenden Mütter und Väter, aber auch die Neugeborenen. „Damit ist auch nicht mehr die gesetzlich garantierte Wahlfreiheit des Geburtsortes gewährleistet.“
Das zuständige Bundesfamilienministerium habe die Dramatik der Situation offenbar nicht erkannt. Die zur Anhörung abgegebene Stellungnahme gehe völlig an dem Problem vorbei und die in Aussicht gestellte Studie scheint auf den St. Nimmerleinstag verschoben. „Solange können die Hebammen nicht warten, es besteht dringender Handlungsbedarf“, betonte Frau Müller. „Die Landeregierung ist aufgefordert, sich beim zuständigen Bundesministerium und im Bundesrat unverzüglich für verbesserte Rahmenbedingungen für die Arbeit der Hebammen und Entbindungspfleger einzusetzen. Insbesondere müssen die Haftpflichtprämie gesenkt und die Vergütung der Hebammenleistungen deutlich angehoben werden.“
