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Schuldnerberatung sichern und stärken – Bund muss mitfinanzieren

Steffi Pulz-DeblerPressemeldungen

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung und ihres Fachtages in Rostock-Warnemünde erklärt die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern,Steffi Pulz-Debler: 

„Meine Fraktion gratuliert der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (BAG SB) zum 40-jährigen Bestehen und dankt ihr für ihre wichtige Arbeit. Eingeschlossen in unseren Dank ist auch die LAG Schuldnerberatung M-V als Mitglied der BAG.

Die Schuldner- und Insolvenzberatung ist ein wichtiger Pfeiler der Fürsorge. Nach Angaben des Schuldneratlas Creditreform waren 2025 bundesweit mehr als 5,67 Millionen Menschen (8,16 %) überschuldet. Nach wenigen Jahren des Rückgangs steigt die Zahl wieder – mit Ausnahme von M-V, jedoch liegt die Quote hier mit 8,39 % (ca. 132.000 Personen) über dem Durchschnitt. Dabei ist insgesamt davon auszugehen, dass die tatsächlichen Zahlen noch höher liegen, da viele überschuldete Personen keinen Weg zur Beratung finden.

Auch wenn die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung im Bundesvergleich in Mecklenburg-Vorpommern gut aufgestellt ist, sind wir nicht von Sorgen frei. Mit der Umstellung der Finanzierung durch das Wohlfahrtsfinanzierungs- und Transparenzgesetz haben sich neue Probleme ergeben, die durch die aktuelle Finanzentwicklung bei Land und Kommunen verstärkt werden. Eine Dynamisierung der Förderung scheint in nächster Zeit ausgeschlossen.

Wenn der Bund bis November 2026 EU-Recht umsetzen muss, dann kann er dies nicht zu Lasten der Länder und Kommunen tun, dann muss er sich an der Finanzierung beteiligen und zudem bundesweit einheitliche Kriterien aufstellen. Das beginnt bei der tariflichen Vergütung der Beschäftigten in den Beratungsstellen und reicht bis zur Anerkennung förderfähiger Ausgaben. Die Ratsuchenden brauchen einen verlässlichen, kostenfreien Zugang zur Beratung und die Beratungsstellen dauerhafte finanzielle Sicherheit. Zudem muss Kreditvergabe strenger reguliert werden.“

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