Skip to main content

Licht und Schatten in der Bilanz der Agrarwirtschaft in M-V

Prof. Dr. Fritz TackPressemeldungen

Anlässlich der Jahrespressekonferenz des Agrarministers, auf der auch das Landesprogramm zur Stärkung des ökologischen Landbaus vorgestellt wurde, erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack:

 

 

„Das zu Ende gehende Jahr ist für die Land- und Ernährungswirtschaft von Licht und Schatten geprägt. Einerseits haben wir gute Erträge in der Pflanzenproduktion und im Obstbau, insbesondere bei Getreide und Raps zu verzeichnen. Zugleich herrschen andererseits bei der Milch- und Fleischerzeugung große Probleme.

 

Ruinöse Milcherzeugungspreise haben dazu geführt, dass im zurückliegenden Jahr 40 Betriebe die Milchviehhaltung aufgeben mussten. Auch in der Schweinehaltung haben wir leider einen drastischen Rückgang zu verzeichnen. Die Politik, die Landwirte, aber auch die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen an einem Strang ziehen und alles unternehmen, die Kräfte gegenüber dem Handel zu bündeln. Ziel muss sein, dass die Milch- und Fleischerzeuger sowie die Beschäftigten in diesen Branchen ein Einkommen erzielen können, von dem sie sich und ihre Familien ernähren können. Ohne auskömmliche Einkommen geraten immer mehr Betriebe in Not.

 

Leider hat sich 2015 auch bezüglich der Preistreiberei und Spekulation auf dem Bodenmarkt nichts geändert. Wir kritisieren seit Jahren, dass der Boden zunehmend zum Renditeobjekt verkommt, Spekulanten dürfen aber nicht das Sagen in der Landwirtschaft und in den Dörfern haben. Der Boden gehört in die Hand der wirtschaftenden Landwirte.

 

Ausdrücklich begrüßt meine Fraktion den Masterplan ‚Mensch und Land‘ sowie das Landesprogramm für den Ökologischen Landbau. Das Programm muss jetzt mit Leben erfüllt werden. Der Berufsstand und die Politik müssen im kommenden Jahr alles unternehmen, um das Image der Landwirtschaft zu verbessern. Es gilt, die Veredlung und Vermarktung zu stärken, aber auch den großen Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie und der Düngeverordnung zu entsprechen. ‚Umweltschutz durch Nutzung‘ muss dabei die Devise sein.“

 

Zurück zum Kopf der Seite