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Kleingewässer schützen – keine einseitigen Schuldzuweisungen

PressemeldungenProf. Dr. Fritz Tack

Zur Studie über Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Kleingewässern der Umweltverbände und der Fraktion der Bündnisgrünen erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack: 

„Die Kleingewässer oder Sölle sind ein wesentlicher Bestandteil unserer unverwechselbaren Kulturlandschaft. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, diese zu schützen. Die jetzt vorgelegte Kurzstudie gibt zwar erste Anhaltspunkte für die Dringlichkeit von schützenden Maßnahmen. Sie darf aber nicht zu einseitigen Schuldzuweisungen an die Landwirtinnen und Landwirte genutzt werden. 

Durch eine gute fachliche Praxis leistet auch die Landwirtschaft ihren Beitrag zur Minimierung der Einträge von Nährstoffen und Wirkstoffen. Gute fachliche Praxis heißt: So wenig wie möglich – so viel wie nötig. Dennoch sind die Agrar-Umweltprogramme noch mehr als bisher zu nutzen und verstärkt anzuwenden. Die Forderung des Nabu, auf den 573 000 ha FFH-Gebieten ausschließlich ökologisch zu wirtschaften, ist völlig unrealistisch. Hinzu kommt, dass auch die konventionelle Landwirtschaft umweltgerecht wirtschaftet.  

In das bestehende langfristige Untersuchungsprogramm des Landes sollten aus unserer Sicht auch die Kleingewässer einbezogen werden. Nur so gelangen wir zu belastbaren Daten. 

Eine besondere Bedeutung bei den Einträgen in Kleingewässr kommt dem Wirkstoff Glyphosat in Herbiziden zu. Meine Fraktion hatte dazu im Juli 2014 einen Antrag ‚Glyphosat-Einsatz beschränken‘ eingebracht, der letztlich zu konkreten Empfehlungen des Agrarausschusses führte. Wegen weiterhin bestehender ungeklärter Fragen bezüglich der Gesundheitsgefährdung des Menschen werden wir den Antrag der Bündnisgrünen der kommenden Landtagssitzung ‚Moratorium für Glyphosat‘ unterstützen.“

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