Kein Handshake mit Neonazis
Zur Veröffentlichung des antifaschistischen Rechercheportals „oben-rechts“ über die Teilnahme eines mutmaßlich aktiven Neonazis an der Rostocker Fight Night am 11. Oktober 2025 erklärt der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Michael Noetzel: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Neonazis ihre ‚Wehrhaftigkeit‘ und ‚Schlagkraft‘ öffentlich auf Kampfsportveranstaltungen zur Schau stellen wollen. Ich bin der antifaschistischen Rechercheplattform ‚oben-rechts‘ dankbar, dass sie auf den neuerlichen Unterwanderungsversuch aus den Reihen der faschistischen Schein-Partei ‚Der Dritte Weg‘ hinweist. Ich bin zuversichtlich, dass der Veranstalter der Rostocker Fight Night nach den Negativerfahrungen der letzten Jahre nun den einzig richtigen Schluss aus der Bekanntmachung zieht: kein Handshake mit Neonazis. Neonazis trainieren nicht, um sich sportlich zu messen. Neonazis trainieren körperliche Gewalt. Sie bereiten sich auf den Tag X, den Tag des politischen Umsturzes, vor. Auch wenn sie sportliche Fairness im Ring vorgeben – bei Angriffen auf Personen, die ins Fadenkreuz der Neonazis geraten, lassen sie volle Härte walten. Das mutmaßliche Engagement von Thorben H. beim ‚Stützpunkt Nord/Ost‘ des ‚Dritten Weges‘ muss aufhorchen lassen. Ein Blick auf die Führungskader lässt erahnen, dass es sich hierbei um eine Nachfolgestruktur des verbotenen neonazistischen Kampfsportnetzwerks ‚Baltik Korps‘ handelt. Dieser gewaltbereite Zusammenschluss hat sogar von sich behauptet, selbst der ‚Tag X‘ zu sein. Ziel der Trainings sei es gewesen, das ‚Schlachtfeld mit politischen Soldaten zu bestücken‘. Diese Personalie ist auch ein Paradebeispiel für ein weiteres tiefsitzendes Problem. Neonazismus ist in Mecklenburg-Vorpommern zum Mehrgenerationenprojekt geworden. Bereits der Vater des Kampfsportlers war landesweit in braunen Kreisen bekannt und hat seinen Hass als Liedermacher verbreitet. Bei diesen Voraussetzungen ist jedes Präventions- und De-Radikalisierungsprogramm zum Scheitern verurteilt.“
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