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Kein Einknicken vor rechten Demokratiefeinden und Antisemiten!

Michael NoetzelPressemeldungen

Zur Ausladung des Publizisten Michel Friedmans, der im kommenden Jahr im Literaturhaus „Uwe Johnson“ in Klütz an einer Podiumsdiskussion teilnehme sollte, erklärt der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Michael Noetzel: 

„Für Hannah Arendt als Verfechterin der freien und offenen Gesellschaft ist die Freiheit von Kunst und Kultur ein Pfeiler der Demokratie. Die Diskussion, die sich ausgerechnet um die Ausrichtung ihres 120. Geburtstages in Klütz dreht, ist der großen Denkerin unwürdig.

Die Absage des Auftritts von Friedman durch die Stadt ist nicht nachvollziehbar und deutlich zu kritisieren. Alle Argumente, die bislang öffentlich kolportiert wurden – insbesondere die befürchtete finanzielle Belastung für die Stadt – wirken schlicht vorgeschoben. Besonders verheerend ist meines Erachtens die Aussage, den Auftritt von Friedmann wegen befürchteter rechter Aufmärsche abzusagen.

Wir dürfen vor rechten Demokratiefeinden und Antisemiten nicht einknicken – erst recht nicht in vorauseilendem Gehorsam. Wir leben in Zeiten, in denen auch die freie Meinungsäußerung in Kunst und Gesellschaft immer häufiger vom rechten Rand attackiert wird. Es liegt in der Verantwortung der demokratischen Kräfte, diese Freiheiten und alle demokratischen Werte, wo immer es erforderlich ist, zu verteidigen.

Die Stadtvertretung hat es nun in der Hand, der Veranstaltung einen würdigen Rahmen zu geben und weiteren Schaden von der Stadt, der Kunstfreiheit und dem Andenken von Hannah Arendt abzuwenden. Es wäre ein Skandal, wenn der Leiter des Literaturhauses, der sich für Kunst- und Meinungsfreiheit einsetzt, nun als Nestbeschmutzer sanktioniert wird.“

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