Internationale Zusammenarbeit und humanitäre Hilfe sind wichtiger denn je
Zum heutigen Welttag der humanitären Hilfe erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und finanzpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:
„Allen Helferinnen und Helfern, die sich weltweit unermüdlich für notleidende Menschen einsetzen, gebühren großer Dank und Anerkennung. Ihr Engagement in Krisen- und Kriegsgebieten unter extremen Bedingungen ist gelebte Solidarität und ein Vorbild für uns alle. Ohne ihren Einsatz würden Überleben, Schutz und Unterstützung vieler Betroffener kaum möglich sein.
Die Sicherheit von Helfenden ist zunehmend gefährdet. Immer häufiger erfolgen Angriffe auf humanitäre Helferinnen und Helfer, Zivilisten, zivile Infrastruktur und die Gesundheitsstruktur, über 600 Menschen wurden in den zurückliegenden beiden Jahren bei ihrem Einsatz getötet. Diese Risiken machen deutlich, wie wichtig es ist, international konsequent auf Schutz und Unterstützung der Helfenden zu setzen.
Mit der Zunahme von Klima- und Naturkatastrophen, Kriegen und Konflikten steigt der globale Bedarf an humanitärer Hilfe weiter. Sie ist dringend notwendig, um Leben zu retten, Leid zu lindern und Menschenwürde zu wahren. Auch in den kommenden Jahren bleiben Millionen Menschen auf Unterstützung angewiesen. Wenn in zunehmendem Maße davon die Rede ist, dass Deutschland international mehr Verantwortung übernehmen müsse, kann die Bundesregierung dies hier unter Beweis stellen. Doch anstatt im Haushalt entsprechend Gelder einzuplanen, sollen die Mittel für humanitäre Hilfe für 2025 und 2026 um mehr als die Hälfte zurückgehen. Diese drastischen Kürzungen sind unverantwortlich und senden ein falsches Signal. Humanitäre Hilfe ist nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern auch wesentlicher Bestandteil humanitärer Diplomatie, die in Konfliktlösungen und dem Schutz von Zivilisten eine maßgebliche Rolle spielt.“
