Integration geht nur gemeinsam
Zu den Plänen der Bundesagentur für Arbeit „Geflüchtete – Herausforderung für Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Gesellschaft“ erklären die migrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Karen Larisch, und der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Helmut Holter:
Larisch: „Zweifellos stehen Deutschland und M-V bei der Integration Geflüchteter vor großen Herausforderungen. Sie werden nur zu meistern sein, wenn Bund und Länder ausreichend Personal und die notwendigen Finanzen zur Verfügung stellen. Aber auch ohne gelebte Solidarität der einheimischen Bevölkerung wird es nicht gehen. Integration wird nur gelingen, wenn wir die Menschen, die zu uns kommen, vorurteilsfrei in unsere Gesellschaft aufnehmen. Keine oder nur geringe Sprachkenntnisse sowie kulturelle Unterschiede sind dabei große Barrieren. Bei der Integration in Arbeit müssen alle Beteiligten darauf achten, dass einheimische Arbeitslose sich nicht benachteiligt fühlen. Die Schaffung von Arbeitsplätzen für alle ist die beste Integration.“
Holter: „Ein gangbarer Weg für die direkte Integration in Arbeit sind aus Sicht meiner Fraktion betriebliche Praktika mit anschließender Übernahme. Damit dies Erfolg hat, brauchen sowohl die Unternehmen als auch die Praktikanten gezielte Unterstützung und Begleitung. Etwa 5500 arbeitslose Ausländer sowie rund 4500 in Sprachkursen machen deutlich, dass gehandelt werden muss. Die heute im Wirtschaftsausschuss von Wirtschaftsminister Harry Glawe angekündigten Programme für Langzeitarbeitslose und für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen müssen deshalb rasch greifen. Darüber hinaus müssen die überbetrieblichen Ausbildungszentren und die noch vorhandenen Beschäftigungsgesellschaften aktiviert werden. Die Gemeinden brauchen Unterstützung, damit die Integration gelingen kann.“
