Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm geht in die letzte Runde
Zur dritten und letzten Sitzung der Arbeitsgruppen zur Erarbeitung eines Gleichstellungspolitischen Rahmenprogrammes erklärt die gleichstellungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Elke-Annette Schmidt:
„In vielen Bereichen unserer Gesellschaft erleben wir zurzeit eine Stagnation oder sogar einen Roll-back bei der tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter. Ob bei der Entlohnung, dem Anteil der unbezahlten Pflegearbeit, der Präsenz in obersten Führungsetagen, der Gewaltbetroffenheit – nach wie vor sind Frauen von strukturellen Benachteiligungen stärker betroffen.
Deshalb ist die Aufstellung eines Gleichstellungspolitischen Rahmenprogrammes (GRP) eines der zentralen gleichstellungspolitischen Vorhaben der MV-Koalition. Unter Federführung des Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz haben zehn Arbeitsgruppen vor zwei Jahren ihre Arbeit aufgenommen. Zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen haben dabei ihre Fachexpertise eingebracht – sei es zu Themen wie Gleichstellung in Kindheit und Jugend, in der Arbeitswelt oder im Gesundheitswesen.
Parallel fanden im ganzen Land Gleichstellungswerkstätten statt, bei denen sich Bürger:innen aktiv einbringen konnten. Auch über die Website fokus-gleichstellung.de hatten Menschen in Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit, ihre Erwartungen und Erfahrungen zu teilen.
Nach intensiven Abstimmungen mit den Ministerien konnte nun ein erster Entwurf des GRP vorgelegt und abschließend in den jeweiligen Arbeitsgruppen diskutiert werden. Auch die Linksfraktion hat sich aktiv in den gesamten Prozess eingebracht. Wir befinden uns auf einem guten Weg und biegen auf die Zielgerade ein. Ein Kabinettsbeschluss ist noch für Ende dieses Jahres geplant. An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich bei unserer Gleichstellungsministerin, der Leitstelle für Frauen und Gleichstellung sowie der Landesbeauftragten für Frauen und Gleichstellung für die umfassende Arbeit bedanken.“
