Gemeinsam mit Schülerräten Schule gestalten
Zum Forderungskatalog des Landesschülerrates erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler:
„Die Schülerinnen und Schüler legen einen vielfältigen und durchdachten Forderungskatalog mit sechs Themenfeldern vor: Mentale Gesundheit, Strukturelle Reformen, Demokratiebildung, Schülermitwirkung, Soziale Gerechtigkeit und der Kampf gegen Extremismus. Er dokumentiert eindrucksvoll den Gestaltungswillen der Jugendlichen, die Initiative ist ein starkes Zeichen gelebter Demokratie.
Die Schülerräte fordern, soziale Ungleichheiten abzubauen und Überforderungen zu vermeiden. Sie wollen eine Schule, die sich um sie kümmert, die sie ernst nimmt und ihnen Sicherheit und Teilhabe bietet. Die Linksfraktion unterstützt ausgewählte Forderungen ausdrücklich, wie einen landesweiten Tag der mentalen Gesundheit mit Resilienztraining, eine stärkere Vermittlung von Lernmethoden und Stressbewältigungskompetenzen. Auch das Engagement für Demokratiebildung und Schülermitwirkung ist bemerkenswert, hier hat das Land mit der jüngsten Änderung des Schulgesetzes bereits vieles auf den Weg gebracht und die demokratische Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern gestärkt.
Bildungsgerechtigkeit muss auch immer die soziale Frage im Blick haben. Wenn Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Familien benachteiligt werden, weil ihnen das Geld für Schulmaterial, digitale Endgeräte oder den Schulweg fehlt, dann besteht Handlungsbedarf. Die soziale Herkunft darf nicht über den Bildungserfolg entscheiden. Schule muss ein Ort sein, an dem jedes Kind die gleichen Chancen hat – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern oder vom Wohnort. Auch mit dieser Forderung rennt der Landesschülerrat beim Bildungsministerium offene Türen ein – so ermöglicht etwa die Digitale Landesschule Schülerinnen und Schülern unabhängig vom Schulstandort, auf hochwertige digitale Bildungsangebote zuzugreifen. Ich bin überzeugt, dass die Vorschläge des Landesschülerrats auch künftig in die parlamentarische Beratung einfließen und angemessene Berücksichtigung finden werden – für eine gerechte und zukunftsfähige Bildungspolitik.“
